Ukraine am Tiefpunkt - und doch entschlossen zum Widerstand
ZDF
Am vierten Kriegs-Jahrestag ist neben Trauer um die Opfer auch Hoffnungslosigkeit spürbar. An ein baldiges Ende des Krieges glaubt kaum einer.
Am vierten Jahrestag des Beginns der russischen Vollinvasion ist neben der Trauer um die Opfer auch Hoffnungslosigkeit spürbar. Kaum einer glaubt an ein baldiges Ende des Krieges. Jeder Tag ist ein Ringen um das Morgen, und nichts ist mehr selbstverständlich. Bei eisigen Temperaturen frieren die Menschen in ihren Wohnungen, manche erfrieren. Es ist ein weiterer brutaler Angriff Russlands auf die Zivilbevölkerung: Die gezielten massenhaften Angriffe auf Wärme- und Heizkraftwerke in einem der kältesten Winter seit zehn Jahren. Was es bedeutet, in einem der 1.100 Häuser zu leben, die komplett von der Wärmeversorgung abgeschnitten sind, erzählt Maria, die mit ihrer fünfjährigen Tochter im 12. Stock lebt. Im Kinderzimmer hat sie ein Zelt aufgebaut, hier kuscheln sich die beiden nachts aneinander. Darja Duan hat mit ihren siebenjährigen Zwillingen zumindest vorübergehend eine warme Bleibe in einem der Unicef-Zelte gefunden, die das Kinderhilfswerk an vielen Orten betreibt. Doch dann holt der Krieg sie wieder ein: Raketenalarm, sie müssen in den Schutzbunker laufen. Die Angst ist ein ständiger Begleiter, das haben auch die Kinder verstanden. Wie nah die Gefahr ist, haben sie vor kurzem erlebt, als das Auto der Familie getroffen wurde. Zum Glück war es leer. Doch am härtesten trifft es die Familien, deren Liebste an der Front sind, viele ohne Aussicht auf Ablösung oder in russischer Gefangenschaft, wo sie brutaler Folter ausgesetzt sind.













