Trump kündigt Zölle an: EU warnt vor "Abwärtsspirale"
ZDF
Wie reagieren Deutschland und die EU auf Trumps Zollankündigung im Streit um Grönland? Reaktionen und aktuelle Entwicklungen im Liveblog.
US-Präsident Donald Trump hat im Streit um Grönland Zusatzzölle gegen Deutschland und weitere Länder angekündigt. Wie reagieren die europäischen Staaten? Entwicklungen im Liveblog. Über dieses Thema berichteten verschiedene Sendungen, unter anderem die heute-Nachrichten am 17.01.2026 ab 19 Uhr sowie das heute journal am 17.01.2026 ab 22 Uhr. Deutschland darf sich nach Ansicht von Vizekanzler Lars Klingbeil von der Grönland-Politik der USA nicht einschüchtern lassen. "Wir dürfen uns nicht erpressen lassen von dem, was da gerade passiert", sagt Klingbeil. Den Weg, den US-Präsident Donald Trump einschlage, könne man nicht mitgehen. "Wir lassen uns nicht einschüchtern, nicht mit Zöllen, nicht mit Worten, nicht mit Drohungen. Da müssen wir klar sein, unaufgeregt, aber klar." Er kündigte eine "europäische Antwort" auf die Drohung an. "Hier ist eine Grenze erreicht." Trumps Drohung, neue Zölle zu verhängen, zeigt die Schwäche und Handlungsunfähigkeit Europas, findet Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Eine erneute Eskalation des Handelskonflikts treffe vor allem die deutsche Wirtschaft und Industrie hart, "da sie viel Unsicherheit schafft und die Exporte weiter schwächt", so Fratzscher. Es räche sich nun, dass Europa Trump so lange gewähren ließ, anstatt sich für eigene Interessen und Multilateralismus einzusetzen, sagt der Ökonom. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) kritisiert die angekündigten US-Zölle scharf. "Die angekündigten Zölle zeigen leider erneut, wie unberechenbar die US-Handelspolitik geworden ist", sagt DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier. Der US-Präsident verknüpfe nun politische Ziele in "inakzeptabler Weise" mit wirtschaftlichem Druck gegen einzelne EU-Staaten. Die Europäische Union müsse geschlossen handeln und dürfe sich nicht spalten lassen. Die Grünen dringen angesichts der von Trump angekündigten Zusatzzölle auf eine harte Antwort Europas. "Appeasement reicht nicht aus, wenn Trump vor unseren Augen die Weltordnung in Trümmer legt", sagt Parteichefin Franziska Brantner den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Dies sei eine "historische Bewährungsprobe für den Kanzler". Brantner fordert eine Digitalabgabe auf US-Tech-Konzerne und gezielte Zölle auf Produkte aus Trumps Unternehmerkreisen. Donald Trump hält an seinen Ansprüchen auf Grönland fest und übt mit Zöllen Druck auf Europa aus. Worum es ihm geht und was die EU tun kann - Fragen und Antworten im Überblick.













