Trotz massiver Angriffe wollen Ukraine und Russland verhandeln
ZDF
Am Mittwoch soll in Abu Dhabi erneut über Frieden in der Ukraine verhandelt werden. US-Präsident Trump appelliert derweil an Kreml-Chef Putin.
In Abu Dhabi wollen die Ukraine und Russland erneut über einen möglichen Frieden verhandeln. Kurz vor den Gesprächen hatte Russland Kiew und andere Städte massiv angegriffen. Trotz schwerer russischer Luftangriffe auf die Ukraine sollen Unterhändler aus Kiew und Moskau heute wieder in Abu Dhabi Möglichkeiten für ein Kriegsende ausloten. Beide Seiten wie auch die USA als Vermittler haben ein zweites Treffen in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate bestätigt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warf Kremlchef Wladimir Putin wegen der Luftangriffe vor, weiter auf Krieg und die Zerstörung der Ukraine zu setzen, nicht auf Diplomatie. "Die Arbeit unseres Verhandlungsteams wird entsprechend angepasst", kündigte er an, ohne Details zu nennen. In der Nacht auf Dienstag, einer der kältesten des Winters, gab es eine weitere Welle schwerer Luftangriffe auf Kiew, Charkiw und andere ukrainische Städte. Erneut saßen Millionen Menschen bei strengem Frost ohne Strom und Heizung da. Die Reparaturarbeiten an dem seit Monaten beschädigten Netz wurden zurückgeworfen. Selenskyj warf Moskau vor, gegen die von US-Präsident Donald Trump erwirkte Teilwaffenruhe verstoßen zu haben. "Es war ein Vorschlag der USA: während der diplomatischen Verhandlungen und bei solch kaltem Winterwetter die Angriffe auf die Energieversorgung einzustellen. Es war eine persönliche Bitte des Präsidenten der Vereinigten Staaten", sagte Selenskyj abends in seiner Videobotschaft. Russland habe auf diese Bitte mit einer Rekordzahl eingesetzter Raketen reagiert. Der ukrainische Präsident verlangte eine Reaktion aus Washington. Trump machte am Dienstag (Ortszeit) vor laufenden Kameras klar, dass er in den russischen Luftangriffen keinen Verstoß gegen seine Absprache mit Putin sieht. Der Kremlchef habe sein Wort gehalten und eine Woche lang auf Angriffe verzichtet, sagte Trump. Am 29. Januar hatte der US-Präsident verkündet, Putin habe seiner Bitte um eine begrenzte Waffenruhe von einer Woche zugestimmt - ohne dabei auszuführen, ab wann dieser Verzicht gelten solle.













