Tickets für Roms Trevi-Brunnen: "Es sind ja nur zwei Euro"
ZDF
Der Trevi-Brunnen in Rom ist eines der berühmtesten Sehenswürdigkeiten in Italien. Touristen müssen seit Februar Tickets lösen. Wie das ankommt.
Wenn Touristen den weltberühmten Trevi-Brunnen in Rom sehen wollen, müssen sie seit Februar Eintritt zahlen. Was dahinter steckt und wie die Gebühr bei Besuchern ankommt. Eine beliebte Legende besagt, dass das Werfen einer Münze in den berühmten Trevi-Brunnen in Rom eine Rückkehr in die Ewige Stadt garantiert. Allerdings muss man mit dem Rücken zum Wasserbecken stehen, die Augen schließen und die Münze mit der rechten Hand über die linke Schulter in den Brunnen werfen. Doch alle Touristen, die nun in den Bereich direkt vor dem Wasserbecken wollen, müssen seit Februar für zwei Euro ein Ticket kaufen. Für Römerinnen und Römer bleibt der Zugang kostenfrei. Der Zugang zur großen Piazza vor dem Brunnen bleibt für alle weiterhin umsonst. Die Stadtverwaltung hat das neue Ticketsystem für alle Nicht-Römer eingeführt, um die Menschenmassen an einem der meistbesuchten Wahrzeichen der Stadt besser zu steuern. Tickets werden montags und freitags von 11.30 Uhr bis 22 Uhr benötigt, an den übrigen Wochentagen von 9 Uhr bis 22 Uhr. Nach 22 Uhr werden die Absperrungen geöffnet und der Zugang ist für alle kostenlos. "Auf diese Weise haben wir die Möglichkeit, den Besuchern einen geordneten Zugang zu dem vorderen Bereich zu bieten. Denn genau dort, wo alle Münzen in den Brunnen werfen möchten, hat sich ja bisher alles gestaut. Und alles war voller Plastikflaschen, Essensresten und Pizzastücken", sagt Alessandro Onorato, Stadtrat für Tourismus in Rom. Im vergangenen Jahr wurden mehr als zehn Millionen Besucher am Trevi-Brunnen gezählt, mit Spitzenwerten von bis zu 70.000 Menschen pro Tag. Mit dem Ticket dürfen sich jetzt nur noch 400 Besucherinnen und Besucher gleichzeitig am Becken aufhalten. Bei vielen Touristen stößt die Maßnahme auf Zuspruch. "Zwei Euro sind okay. Denn vor zwei Tagen waren wir um 5 Uhr morgens hier und da war schon alles voll mit Menschen", sagt auch Jakob Kusak aus Polen. Und Judy Strain aus Großbritannien meint: "Alles, was so wunderschön ist, verdient es doch, erhalten zu werden. Hier sind so viele Leute. Es braucht einfach so viel Fürsorge und das ist jeden Penny wert."













