Thüringen: Höcke scheitert mit Misstrauensvotum gegen Voigt
ZDF
Per Misstrauensvotum wollte Thüringens AfD CDU-Ministerpräsident Mario Voigt durch Björn Höcke ersetzen lassen. Das ist nun gescheitert.
Thüringens AfD-Fraktionschef Björn Höcke ist mit dem Misstrauensvotum gegen CDU-Ministerpräsident Mario Voigt gescheitert. Höcke erhielt 33 Ja-Stimmen, 45 wären nötig gewesen. Nach der Aberkennung seines Doktortitels hat sich Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) im Landtag in Erfurt einem Misstrauensantrag der AfD-Fraktion mit deren Chef Björn Höcke gestellt - und gewonnen. Höcke war dabei selbst als Kandidat für den Posten des Regierungschefs angetreten. Seine Chancen galten wegen der Haltung der anderen Fraktionen als sehr gering. 33 Abgeordnete hatten für AfD-Landtagsfraktionschef Björn Höcke als neuen Ministerpräsidenten gestimmt. Nötig gewesen wären bei 85 abgegebenen Stimmen 45 Stimmen, um den wegen der Aberkennung seines Doktortitels in der Kritik stehenden Voigt abzuwählen. Die AfD hat 32 Abgeordnete - damit stimmte in der geheimen Wahl mindestens ein Abgeordneter aus einer anderen Fraktion für Höcke. Zuvor hatte Höcke in seiner Rede einen Vertrauensverlust in der Bevölkerung gesehen. "Es geht um Vertrauen und es geht um Glaubwürdigkeit", sagte Höcke im Landtag in Erfurt.













