Straße von Hormus: Reeder stoppen Schiffe
ZDF
Etwa ein Fünftel der Öltransporte passiert die Straße von Hormus. Berichten zufolge warnt Iran vor der Durchfahrt. Reedereien stoppen Schiffe.
Ein Fünftel der Öltransporte passiert die Straße von Hormus. Schiffe melden, Iran warne nach den US-israelischen Angriffen vor der Durchfahrt. Viele Reedereien stoppen die Fahrt. Mehrere Reedereien, Ölkonzerne und Handelshäuser haben Fahrten durch die Straße von Hormus eingestellt. Satellitenbilder zeigten, dass sich Schiffe vor großen Häfen wie Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten stauten und die Straße von Hormus nicht passierten. Nach Daten der Plattform MarineTraffic haben in den offenen Gewässern vor der Meerenge mindestens 150 Tanker Anker geworfen, Dutzende weitere liegen auf der anderen Seite fest. "Unsere Schiffe werden für einige Tage stillliegen", zitiert die Agentur Reuters einen führenden Manager eines großen Handelshauses. Nach den US-israelischen Angriffen auf Iran hätten mehrere Schiffe in der Region eine Funkdurchsage von den iranischen Revolutionsgarden erhalten, wonach "kein Schiff die Straße von Hormus passieren darf", sagte ein Vertreter der EU-Marinemission Aspides Reuters. Die britische Behörde für den Seehandel teilte mit, bei ihr seien ebenfalls entsprechende Berichte eingelaufen. Die Revolutionsgarden hätten die Passage praktisch geschlossen, vermeldete die den Garden nahe stehende Nachrichtenagentur Tasnim. Besatzungen würden per Funk aufgefordert, die Maschinen zu stoppen. Es werde mit dem Entern gedroht. Eine offizielle Bestätigung aus Iran liegt nicht vor. Die britische Marine erklärte, die Anweisungen seien nicht rechtsverbindlich. Die deutsche Container-Reederei Hapag-Lloyd teilte mit, sie setze alle Durchfahrten durch die Straße von Hormus bis auf Weiteres aus. Die französische Reederei CMA CGM wies ihre Schiffe an, einen Schutzhafen anzulaufen. Die dänische Reederei Maersk teilte mit, sie stimme sich mit Sicherheitspartnern ab, man nehme jedoch weiterhin Fracht im Nahen Osten an. Die Tankervereinigung Intertanko teilte mit, die US-Marine habe vor Fahrten in der gesamten Region gewarnt - dem Persischen Golf, dem Golf von Oman, dem Nordarabischen Meer und der Straße von Hormus - da sie die Sicherheit der Schifffahrt nicht garantieren könne. Auch das griechische Schifffahrtsministerium riet Schiffen, die Region zu meiden.













