
Schock-Grafik zeigt Ausmaß der Masernausbrüche in den USA
n-tv
Im US-Bundesstaat South Carolina spielt sich derzeit der größte Masernausbruch seit über 20 Jahren ab. Kritiker sehen die Trump-Regierung in der Mitverantwortung. Denn Behörden, Präsident und Gesundheitsminister senden widersprüchliche Signale.
Im US-Bundesstaat South Carolina spielt sich derzeit der größte Masernausbruch seit über 20 Jahren ab. Kritiker sehen die Trump-Regierung in der Mitverantwortung. Denn Behörden, Präsident und Gesundheitsminister senden widersprüchliche Signale.
In den USA hat es in den ersten vier Wochen des neuen Jahres schon jetzt mehr Masernfälle gegeben als in den Jahren 2022, 2023 und 2024 zusammen. Das geht aus den Daten der US-amerikanischen Seuchenschutzbehörde CDC hervor, die wöchentlich aktualisiert werden und aktuell den Stand bis zum 29. Januar abbilden.
Demnach wurden allein in diesem laufenden Monat schon mehr als 588 neue Masernfälle an die CDC übermittelt. Die meisten davon gehen auf einen Ausbruch im Bundesstaat South Carolina zurück, der bereits im vergangenen Herbst begann und während der Feiertage im Dezember zusätzlich an Fahrt aufnahm. Betroffen sind nach CDC-Angaben vor allem ungeimpfte Kinder und Jugendliche. Mehr als ein Viertel der Erkrankten ist unter fünf Jahre alt.
Bei den Masern handelt es sich um eine hochansteckende Infektionskrankheit, die insbesondere bei kleinen Kindern zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen kann. Seit 1963 gibt es eine wirksame Impfung dagegen, die in den USA seit Anfang der Siebziger Jahre als kombinierte Standardimpfung noch vor dem Schuleintritt verabreicht wird. Vor gut 25 Jahren wurden die Masern in den USA offiziell für eliminiert erklärt, das heißt, sie werden seither nicht mehr als endemische Krankheit angesehen.
Doch diese medizinische Errungenschaft ist in Gefahr, warnen Fachleute. Denn während die Impfquote unter Schulkindern in vielen Bundesstaaten bedenklich sinkt, greifen immer größere Masernausbrüche um sich. Kritiker sehen eine Mitverantwortung im Weißen Haus. Schließlich trägt die US-Regierung unter Donald Trump einiges dazu bei, die Impfskepsis im Land zu befeuern. Der neue Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr., selbst ein prominenter Impfgegner, ließ schon in seinem ersten Amtsjahr wichtige Expertengremien neu besetzen und den Impfkalender ausdünnen.













