
Von Minirock bis bodenlang - so oft kommt die Mode zurück
n-tv
Was lange nur eine Daumenregel war, ist nun wissenschaftlich fundiert: Ein US-Team weist nach, dass sich Trends in der Damenmode in einem festen Rhythmus wiederholen. Doch seit den 1980er-Jahren beobachtet es eine interessante Abweichung.
Was lange nur eine Daumenregel war, ist nun wissenschaftlich fundiert: Ein US-Team weist nach, dass sich Trends in der Damenmode in einem festen Rhythmus wiederholen. Doch seit den 1980er-Jahren beobachtet es eine interessante Abweichung.
Alle 20 Jahre kommt der Minirock zurück: Was in der Fashion-Industrie als Daumenregel für den Zyklus der Mode gilt, hat ein US-Forschungsteam nun auch mathematisch nachgewiesen.
Die Forschenden von der Northwestern University in Evanston (Illinois), die ihre Ergebnisse beim Fachkongress Global Physics Summit in Denver vorstellten, haben 37.000 Bilder von Frauenkleidern aus dem Zeitraum von 1869 bis heute analysiert. Dafür nutzten sie teils historische Schnittmuster aus einem Archiv der University of Rhode Island sowie Abbildungen von Modenschauen. Sie maßen die wichtigsten Merkmale von Kleidern - etwa die Ausgestaltung des Saumes, des Ausschnitts und der Taillenhöhe - und machten die Designs so numerisch messbar und vergleichbar.
"Unseres Wissens ist dies das erste Mal, dass jemand eine so umfassende und präzise Datenbank mit Modemaßen aus mehr als einem Jahrhundert erstellt hat", sagte die federführende Studienautorin Emma Zajdela. In der Analyse habe sich der in der Modebranche verbreitet angenommene 20-Jahres-Zyklus für bestimmte Schnitte bestätigt.
Es sei zu beobachten, dass Designer sich von einem gewissen Schnitt weg bewegten, sobald dieser zu sehr verbreitet sei - allerdings zunächst nicht so weit davon weg, dass der Ausgangsschnitt untragbar werde. So schwinge das Pendel - etwa von kurz nach lang - über die Zeit hin und her.













