
Im Magdeburger Dom ruht sehr wahrscheinlich tatsächlich Otto I.
n-tv
Otto I. war eine der großen Gestalten des Mittelalters. Sein Heiliges Römisches Reich bestand bis 1806. Doch der Kaiser hatte auch so seine Sorgen: Zahnfleischentzündung, Zahnstein und eine erweiterte Hals-Arterie. Die Untersuchungen zeigen aber auch, dass es seine Gebeine sind in Magdeburg.
Otto I. war eine der großen Gestalten des Mittelalters. Sein Heiliges Römisches Reich bestand bis 1806. Doch der Kaiser hatte auch so seine Sorgen: Zahnfleischentzündung, Zahnstein und eine erweiterte Hals-Arterie. Die Untersuchungen zeigen aber auch, dass es seine Gebeine sind in Magdeburg.
Die im Herrschergrab im Magdeburger Dom bestatteten historischen Gebeine sind "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" tatsächlich die des legendären Kaisers Otto I.. Das ergaben aufwendige wissenschaftliche Untersuchungen der sterblichen Überreste, wie das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie des Landes Sachsen-Anhalt mitteilte. Die Knochen im Sarkophag waren etwa ein Jahr lang im Zuge umfangreicher Konservierungsarbeiten untersucht worden.
Otto I., auch Otto der Große genannt, gilt neben Karl dem Großen als zentrale Figur der mittelalterlichen deutsch-europäischen Geschichte. Er lebte laut historischen Quellen von 912 bis 973. Zunächst war Otto I. König des Ostfränkischen Reichs, bevor er 962 vom damaligen Papst zum Kaiser eines neu formierten Heiligen Römischen Reichs gekrönt wurde. Es umfasste weite Gebiete unter anderem im heutigen Deutschland, Italien und Frankreich. Es bestand offiziell bis 1806, bevor es aufgelöst wurde.
Die mutmaßlichen Herrscherknochen wurden im Juni vergangenen Jahres nach der Öffnung eines schlichten Holzsargs gefunden, der sich in dem offiziell als Kaisergrab geltenden Kalksteinsarkophags im Magdeburger Dom befand. Geöffnet worden war dieser aufgrund massiver Schäden, die umfangreiche Konservierungsarbeiten erforderlich machten. Neben Knochen fanden sich darin Textilien, alles wurde dokumentiert und analysiert.
Wie das Landesamt nun bei der Vorstellung der Ergebnisse im Beisein von Vertretern der Landesregierung mitteilte, sind die Gebeine aus dem Sarg höchstwahrscheinlich tatsächlich dem 973 gestorbenen Kaiser zuzuordnen. Das durch Skelettuntersuchungen bestimmte Sterbealter um die 60 Jahre passt ebenso zu Ottos Biografie wie weitere Feststellungen.













