
Zahl der Meningitis-Fälle in England steigt
n-tv
Im Süden Englands finden gefährliche Meningokokken-Bakterien weitere Wirte. In der Grafschaft Kent sind bereits eine Schülerin und ein Student gestorben. Impfungen und die Ausgabe von Antibiotika sollen die Krankheitswelle eindämmen.
Im Süden Englands finden gefährliche Meningokokken-Bakterien weitere Wirte. In der Grafschaft Kent sind bereits eine Schülerin und ein Student gestorben. Impfungen und die Ausgabe von Antibiotika sollen die Krankheitswelle eindämmen.
Großbritannien meldet nach dem Meningitis-Ausbruch in Südengland weitere Infektionen mit Meningokokken der Untergruppe B. Die Zahl der bestätigten Meningokokken-B-Fälle stieg von sechs auf neun, wie die Gesundheitsbehörde UKHSA mitteilte. Insgesamt wurden 15 Meningokokken-Infektionen bestätigt, dazu kommen 12 Verdachtsfälle. Meningokokken B sind Bakterien, die schwere Hirnhautentzündungen (Meningitis) und Blutvergiftungen (Sepsis) auslösen können. Die Erkrankung kann sehr schnell verlaufen.
In den vergangenen Tagen waren in Südengland zwei junge Menschen an Meningitis gestorben - eine 18-jährige Schülerin und ein Student der Universität Kent. Nach Angaben der Behörde mussten alle Betroffenen bis auf einen Fall ins Krankenhaus gebracht werden. Auch in Frankreich wird ein aus Kent zurückgekehrter Mann im Krankenhaus behandelt, nach Angaben von Mittwoch befindet sich der Mann in einem stabilen Zustand.
"Dies ist ein sehr ungewöhnlicher Ausbruch", sagte Robin May, Chief Scientific Officer der britischen Behörde, der BBC. In Großbritannien läuft derzeit ein gezieltes Impfprogramm. Zudem bekommen Tausende Menschen vorsorglich eine Antibiotika-Behandlung. Unter anderem gilt das für die Studierenden der Universität Kent. Die Behörde rät zudem Menschen, die Anfang März einen bestimmten Nachtclub in Canterbury besuchten, sich vorbeugend behandeln zu lassen.
"Was an diesem Fall besonders bemerkenswert und zugleich unerwartet ist, ist die große Anzahl von Fällen, die offenbar alle auf ein einziges Ereignis zurückzuführen sind", sagte May. Bereits bei begründetem klinischen Verdacht auf eine Meningokokken-Erkrankung soll darum gemäß Meningitis-Leitlinie der Weltgesundheitsorganisation umgehend mit einer Antibiotikatherapie begonnen werden.













