
Rennen zum Mond - China fasst bereits Landeplätze ins Auge
n-tv
Wer schafft es zuerst? Ein neuer Wettlauf zum Mond entbrennt. Die USA und China vermuten dort wertvolle Rohstoffe. Doch ein entscheidender Vertrag, der den Abbau regeln soll, wurde von beiden Mächten nie unterzeichnet.
Wer schafft es zuerst? Ein neuer Wettlauf zum Mond entbrennt. Die USA und China vermuten dort wertvolle Rohstoffe. Doch ein entscheidender Vertrag, der den Abbau regeln soll, wurde von beiden Mächten nie unterzeichnet.
Am 21. Juli 1969 triumphierten die USA über die Sowjetunion: Mit Neil Armstrong hatte ein Amerikaner als erster Mensch den Mond betreten. Fast 60 Jahre später entbrennt ein neuer Wettlauf zum Erdtrabanten, dieses Mal zwischen den USA und China. Mit der Auswahl eines geeigneten Gebietes für die erste Landung chinesischer Astronauten nimmt er jetzt weiter Fahrt auf. Die zentral auf der erdzugewandten Seite des Mondes liegende Region Rimae Bode biete ein sicheres Terrain, auf dem Astronauten eine Vielzahl geologischer Strukturen untersuchen könnten, schreiben Wissenschaftler im Fachblatt "Nature Astronomy".
"Die Charakterisierung von Landeplätzen für zukünftige bemannte Mondmissionen ist entscheidend, um die wissenschaftlichen Ergebnisse zu maximieren", erläutern Maosheng Yang von der Chinesischen Universität für Geowissenschaften in Wuhan und seine Kollegen. Das vergleichsweise ebene Gelände und die nahezu senkrechte Blickrichtung zur Erde mache Rimae Bode zu einer sicheren und attraktiven Option für bemannte Landungen.
Außerdem sei die Region aus geologischer Sicht aufgrund ihrer Vielfältigkeit hochinteressant, betonen die Wissenschaftler. In einem Umkreis von knapp 50 Kilometern finden sich hier durch vulkanische und tektonische Aktivitäten geformte, kilometerlange Rillen, durch Lavafluten entstandene Basaltflächen und alte, kraterübersäte Hochebenen. Die Sammlung von Bodenproben in diesem Gebiet könne daher "Einblicke in die geologische Entwicklung der Region geben und unser Verständnis der Zusammensetzung des Mondmantels und der lunaren vulkanischen Prozesse vertiefen", so Yang und seine Kollegen.
Unterdessen hat die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa eine völlig andere Region für die erste bemannte Landung im Rahmen des "Artemis"-Programms ins Auge gefasst: den Südpol des Mondes. Denn während beim "Apollo"-Projekt ebenfalls die geologische Forschung im Vordergrund stand, liegt der Schwerpunkt nun auf der Schaffung einer dauerhaften bemannten Präsenz auf dem Mond. Und dafür bietet der Südpol zwei große Vorteile.













