Repression, Gewalt, Zensur: Wer war Ali Chamenei?
ZDF
Ali Chamenei hielt den Iran mit harter Hand unter Kontrolle. Proteste ließ der Ajatollah niederschlagen, Freiheiten systematisch unterdrücken.
Ali Chamenei hielt den Iran mit harter Hand unter Kontrolle. Proteste ließ der Ajatollah brutal niederschlagen, Freiheiten systematisch unterdrücken. US-Präsident Donald Trump verkündete die Weltsensation: Ajatollah Ali Chamenei, "einer der bösesten Menschen in der Geschichte", sei tot, erklärte er am Samstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Am Sonntagmorgen bestätigte auch das iranische Staatsfernsehen den Tod des 86-Jährigen und verkündete eine 40-tägige Staatstrauer. Getötet wurde Chamenei bei US-israelischen Luftangriffen, die seine Residenz in Teheran in Schutt und Asche legten. Als geistliches Oberhaupt des Iran lenkte Chamenei mehr als drei Jahrzehnte lang die Geschicke der Islamischen Republik. Den Posten übernommen hatte er 1989 nach dem Tod von Republikgründer Ajatollah Ruhollah Khomeini. Seither überstand er mehrere Krisen wie einen Studentenaufstand 1999, Massenproteste wegen einer umstrittenen Präsidentenwahl 2009, niedergeschlagene Demonstrationen 2019 und die landesweiten Proteste nach dem Tod der Kurdin Mahsa Amini 2022. Zuletzt hatte die iranische Führung im Januar erneut Proteste niedergeschlagen. Ausgelöst worden waren sie durch die schlechte wirtschaftliche Lage des Landes. Der 1939 als Sohn eines Geistlichen in der ostiranischen Pilgerstadt Maschhad geborene Chamenei gehörte seit seinen Studientagen an den Religionsseminaren in Ghom zum innersten Kreis um Ajatollah Khomeini. Schon früh fiel der junge Geistliche als geschliffener Redner auf. Wegen seiner Aktivitäten in der Opposition gegen die Herrschaft des Schahs wurde er wiederholt inhaftiert, nach dem Sieg der Islamischen Revolution 1979 stieg er dann rasch in die Staatsführung auf.













