
Deutsche Forscher sagen massive Waldschäden in Europa voraus
n-tv
Eine Studie der TU München prognostiziert eine drastische Zunahme der Waldschäden in Europa. Selbst im optimistischsten Szenario sieht sie eine düstere Zukunft mit stark anwachsenden Schäden durch Brände und Stürme. In Deutschland ist ein kritischer Punkt dabei bereits überschritten.
Eine Studie der TU München prognostiziert eine drastische Zunahme der Waldschäden in Europa. Selbst im optimistischsten Szenario sieht sie eine düstere Zukunft mit stark anwachsenden Schäden durch Brände und Stürme. In Deutschland ist ein kritischer Punkt dabei bereits überschritten.
Schon heute leidet der Wald unter Stürmen, Waldbränden und Borkenkäfern. Forscher haben nun berechnet, was in der Zukunft auf Wälder in Europa zukommt, wenn sich die Klimakrise weiter zuspitzt.
Dafür hat das Team um Marc Grünig und Rupert Seidl von der Technischen Universität München verschiedene mögliche Szenarien der weiteren Erderwärmung zugrunde gelegt. Doch sogar im optimistischsten Szenario sieht es düster aus für den Wald, wie die Forscher im Fachjournal "Science" darlegen.
In allen betrachteten Szenarien werden den Forschern zufolge die Schäden für den Wald zunehmen. Das hat auch Einfluss auf seine Funktionen - wie etwa die Aufgabe, Kohlenstoff zu speichern und damit ein wichtiger natürlicher Klimaschützer zu sein.
Die Studie betrachtet verschiedene Klimapfade - darunter rund zwei Grad Erderwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts, aber auch ein Worst-Case-Szenario von mehr als vier Grad. Derzeit steuert die Erde den Vereinten Nationen zufolge mit der weltweiten Klimapolitik bis zum Ende des Jahrhunderts auf 2,8 Grad Erwärmung gegenüber der vorindustriellen Zeit zu. Die UN sehen die Überschreitung der international vereinbarten 1,5-Grad-Grenze genauso wie Klimaforscher als kaum noch vermeidbar an.













