Nato startet Arktis-Mission "Arctic Sentry"
ZDF
Nach dem Grönland-Streit startet die Nato ihre Mission zur Sicherung der Arktis. Neue Militärpräsenz vor Ort soll China und Russland abschrecken.
Die Nato startet ihre Mission zur Sicherung der Arktis. Zusätzliche Militärpräsenz vor Ort soll China und Russland abschrecken. Vorangegangen war der Grönland-Streit mit den USA. Die Nato erhöht ihre Militärpräsenz in der Arktis, um zur weiteren Entschärfung des von US-Präsident Donald Trump angezettelten Grönland-Konflikts beizutragen. Wie der Oberbefehlshaber ankündigte, hat die Allianz dazu ihren Einsatz namens "Arctic Sentry" (deutsch etwa: Wächter der Arktis) gestartet. Ziel sei es, eines der strategisch bedeutendsten und zugleich klimatisch herausforderndsten Gebiete abzusichern, erklärte der US-General. "Arctic Sentry" soll vom operativen Hauptquartier Norfolk im US-Bundesstaat Virginia geführt werden. Verbessert werden soll demnach die Überwachung der riesigen Eisinsel und die Abschreckung der Großmächte Russland und China. Deutschland wird sich in einem ersten Schritt mit vier Eurofighter-Kampfjets an der Nato-Mission "Arctic Sentry" (Wächter der Arktis) beteiligen. Das kündigte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) in Brüssel an. Weitere Einzelheiten sollen demnach beim Treffen der Nato-Verteidigungsminister am Donnerstag besprochen werden. Die verstärkte Bündnispräsenz im hohen Norden war von Alliierten wie Großbritannien angeregt worden, um den Streit um Grönland zu entschärfen. In diesem hatte US-Präsident Donald Trump zeitweise mit Strafzolldrohungen einen Verkauf der riesigen Insel an sein Land erzwingen wollen. Donald Trump teilte nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte beim Weltwirtschaftsforum in Davos mit, dass ein Rahmen für eine zukünftige Vereinbarung über Grönland und die gesamte Arktis-Region entworfen worden sei. Dieser sieht unter anderem vor, die Sicherheit in der Arktis durch das gemeinsame Handeln der Alliierten zu gewährleisten, insbesondere durch das der sieben arktischen Alliierten USA, Kanada, Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland und Island.













