Nahost-Eskalation: Bedrohungslage auch in Deutschland?
ZDF
Nach dem Angriff auf Iran wächst in Deutschland die Sorge vor Anschlägen. Ein Sicherheitsexperte hält das für "nicht komplett unrealistisch".
Nach dem Angriff auf Iran wächst in Deutschland die Sorge vor Anschlägen. Kanzler Merz sieht aktuell keine "sehr große Gefährdung". Ein Sicherheitsexperte mahnt im ZDF dennoch. Nach der Eskalation im Nahen Osten gibt es auch in Deutschland Sorgen um die Sicherheitslage. Die Gefahr von Terroranschlägen hierzulande sei "grundsätzlich schon ernst zu nehmen", erklärt der Sicherheitsexperte Peter Neumann im ZDFspezial. Gerate das Regime in Iran unter Druck, könnten Anschlagsversuche intensiviert werden, so Neumann. "Das ist nicht komplett unrealistisch." In der Vergangenheit hätten dabei iranische Dissidenten, jüdische Gemeinden und israelische Botschaften im Visier gestanden. Auch der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, warnt vor der Gefahr von Anschlägen: Nach dem Angriff der USA und Israels auf Iran müsse man von einer "gesteigerten Bedrohungslage für jüdisches Leben in Deutschland ausgehen", sagte Klein den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Insbesondere nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts und Religionsführers Ali Chamenei sei damit zu rechnen, dass der Iran seine Netzwerke hierzulande für Terroranschläge gegen jüdische und israelische Einrichtungen nutze. Ähnlich äußerte sich auch das Bundesamt für Verfassungsschutz. "Es muss angenommen werden, dass auch jüdische Einrichtungen des öffentlichen Lebens wie Schulen oder Synagogen als Angriffsziele für etwaige Vergeltungsmaßnahmen infrage kommen", sagte eine Sprecherin der "taz".













