Millionen Menschen unterzeichnen Petition für Böllerverbot
ZDF
Die Gewerkschaft der Polizei fordert an Silvester ein bundesweites Böllerverbot. Das Anliegen teilen Millionen Unterzeichner einer Petition.
Die Gewerkschaft der Polizei fordert an Silvester ein bundesweites Böllerverbot - und erhält dafür millionenfache Unterstützung aus der Bevölkerung. Fast 3,1 Millionen Menschen haben eine Petition der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Berlin für ein bundesweites Böllerverbot an Silvester unterschrieben. Allein in den vergangenen Tagen seien über 700.000 Unterstützer hinzugekommen, teilten die Initiatoren am Freitag mit. "Die Politik sollte zeigen, dass sie die Stimmen ernst nimmt", sagte GdP-Landeschef Stephan Weh. Auch wenn es diesmal weniger Brände als im Vorjahr und keine massiven Ausschreitungen gegeben habe, sei es keine friedliche Silvesternacht gewesen, mahnte GdP-Sprecher Benjamin Jendro im Sender RBB. Er forderte "ein Pyrotechnikverbot für den Privatgebrauch", ergänzt durch ein Verkaufsverbot. Statt des privaten Feuerwerks solle es "viele organisierte Veranstaltungen" geben. Auch einzelne "Böllererlaubniszonen" seien möglich. Eine weitere Petition der Deutschen Umwelthilfe (DUH) für ein Böllerverbot erhielt der Organisation zufolge mehr als eine Million Unterschriften. Eine neue Petition, die Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) zum Handeln auffordert, startete das Netzwerk Campact. "Städte und Gemeinden müssen per Öffnungsklausel im Sprengstoffrecht die Freiheit erhalten, Böller zu untersagen", verlangte Campact-Geschäftsführer Christoph Bautz. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) begegnete Forderungen auch von Städten und Gemeinden nach mehr Spielräumen für Böllerverbote bislang zurückhaltend. Er wurde deswegen unter anderem von Grünen und Linkspartei kritisiert.
