Menschenrechte in Gefahr: "Das ist eine neue Qualität"
ZDF
Der World Report 2026 von Human Rights Watch sieht das internationale Menschenrechtsystem in der Krise. Anlass zur Sorge auch in Deutschland.
Eine existenzielle Krise des internationalen Menschenrechtsystems stellt der World Report 2026 von Human Rights Watch fest. Auch in Deutschland gebe es Anlass zu Sorge. "Überleben Menschenrechte die Welt von Trump?" steht über dem 529 Seiten starken World Report 2026, der die Menschenrechtslage in über 100 Ländern untersucht. Die Nichtregierungsorganisation Human Rights Watch sieht nach einem Jahr Donald Trump die Lage der Menschenrechte weltweit als besorgniserregend an: "Das regelbasierte System als solches wird infrage gestellt", sagt der Direktor von Human Rights Watch Deutschland (HRW), Philipp Frisch: Zwar sei die regelbasierte Ordnung als Rahmen für Menschenrechte schon immer mehr Anspruch als Wirklichkeit gewesen, nun werde das System aber zwischen einer immer autokratisch regierenden Trump-Administration und anderen autoritären Ländern wie Russland zerrieben, heißt es. Obwohl China und Russland mit einer traditionell illiberalen Agenda strategische Rivalen der USA blieben, zeige die politische Führung in allen drei Ländern offene Verachtung für Normen und Institutionen, die ihre Macht beschränken. Auch in Deutschland gebe es Anlass zu großer Sorge: "Die politische Rhetorik der AfD wurde von demokratischen Parteien übernommen", unterstreicht Almaz Teffera, Referentin bei Human Rights Watch. Unter der neuen Bundesregierung habe sich die harte Haltung Deutschlands in der Migrationspolitik verschärft.













