Kanadische Regierung bestellt OpenAI-Vertreter ein
ZDF
Die Chatbot-Unterhaltungen einer mutmaßlichen Amokläuferin an einer Schule in Kanada werfen Fragen auf. Die Regierung lädt OpenAI-Vertreter vor.
Nach den tödlichen Schüssen an einer Schule in Kanada werfen die Chatbot-Unterhaltungen der mutmaßlichen Täterin Fragen auf. Die Regierung lädt Vertreter von OpenAI vor. Die Regierung in Kanada hat hochrangige Vertreter des ChatGPT-Entwicklers OpenAI nach Ottawa einbestellt. Zur Begründung sagte am Montag (Ortszeit) der Minister für Künstliche Intelligenz, Evan Solomon, das Unternehmen habe interne Bedenken hinsichtlich der späteren mutmaßlichen Täterin des Schusswaffenangriffs in Tumbler Ridge mit acht Toten nicht weitergegeben. Diese Entscheidung von OpenAI sei "sehr beunruhigend" gewesen, sagte Solomon. Er habe das leitende Sicherheitsteam von OpenAI aus den USA nach Ottawa einbestellt. Am Dienstag werde er mit ihnen "ein persönliches Gespräch führen, um eine Erklärung zu ihren Sicherheitsprotokollen zu erhalten", sagte der Minister. Zuvor war bekanntgeworden, dass OpenAI das Konto der mittlerweile toten Tatverdächtigen im Juni gesperrt hatte, weil diese den KI-Chatbot zur "Förderung gewalttätiger Aktivitäten" missbraucht habe, berichtete der Sender CBC. Das Unternehmen informierte jedoch nicht die kanadische Polizei. OpenAI erklärte in einer Stellungnahme, die Messlatte für das Einschalten von Strafverfolgungsbehörden nach der Identifizierung eines verdächtigen Kontos liege sehr hoch. Das Nutzerverhalten der 18-Jährigen habe nicht auf eine glaubhafte oder unmittelbar bevorstehende Planung eines Angriffs hingedeutet. In einer Erklärung hatte das Unternehmen vergangene Woche den Betroffenen des Schusswaffenangriffs sein Mitgefühl ausgesprochen. Informationen über die Schützin und ihre Nutzung von ChatGPT habe das Unternehmen proaktiv mit der kanadischen Polizei geteilt. Kanadas Minister für Künstliche Intelligenz betonte:













