Iran-Experte Posch: "Beide Seiten haben Zeit gewonnen"
ZDF
USA und Iran haben in Oman gesprochen. Beide Akteure seien "besonnen", es könne aber "jederzeit" zur militärischen Eskalation kommen, so Posch.
Erste Gespräche zwischen den USA und Iran: Auch wenn die Akteure derzeit "besonnen" seien, könne es "jederzeit" zu einer militärischen Eskalation kommen, so Orientalist Posch. Das erste Treffen ist beendet: Nach der Vermittlung regionaler Staaten haben sich Vertreter aus den USA und Iran zu neuen Verhandlungen im Golfstaat Oman getroffen. Beide Seiten gingen mit weit auseinanderliegenden Positionen in die Gespräche, die vor dem Hintergrund von Sorgen vor einem neuen Krieg stehen. Nach der ersten Runde sprach Irans Außenminister Abbas Araghtschi von einem guten Anfang. Wie geht es weiter in Iran und wie sind die Verhandlungen zu bewerten? Dazu gibt der Orientalist und Iran-Experte Walter Posch Antworten bei ZDFheute live. Sehen Sie das gesamte Interview oben im Video oder lesen Sie es hier in Auszügen. Das sagt Walter Posch von der österreichischen Landesverteidigungsakademie im Gespräch mit ZDFheute live… Aus Sicht des Experten handelt es sich "im Wesentlichen" um "Vorgespräche". "Es wird deeskalieren, aber da ist noch nichts gewonnen", so Posch. Dem Orientalisten zufolge ist "noch kein Plan" vorhanden, da erst einmal "über die Rahmenverhandlungen geredet" werde. Bei den gerade zu Ende gegangenen indirekten Verhandlungen ist der Oman als Vermittler aufgetreten. Auf die Frage, wie realistisch direkte Gespräche zwischen den USA und Iran seien, verweist Posch auf die Hürden, die bestehen. "Es ist nicht so einfach für die iranische und vor allem für die amerikanischen Seite, dem iranischen Gegenüber die Hand zu reichen". Experte Posch hebt diesbezüglich die "lange, dramatische Geschichte seit 1979" zwischen den USA und Iran hervor. So sei es "schwierig" dies "allein innenpolitisch" auf beiden Seiten durchzubringen.













