"Guter Populismus" und ein altes Problem
ZDF
Die Linke will an ihren Erfolg von 2025 anknüpfen, etwa mit einem Anti-AfD-Kurs und ein bisschen Populismus. Ein Problem von 2025 bleibt aber.
Die Linke will an ihren Erfolg von 2025 anknüpfen, mit einem Anti-AfD-Kurs und ein bisschen Populismus. Ein Problem aus dem vergangenen Jahr begleitet die Partei auch 2026. Bad Saarow, Thermenstadt in Brandenburg. Zwei Tage hatte sich die Linke hier in einem 5-Sterne-Ressort zur Klausur zurückgezogen, um sich aufzustellen für 2026. Ein Jahr, von dem Parteichef Jan van Aken sagt: Er meint vor allem: Die US-Militäraktion in Venezuela. Davon, dass "viel passiert", will und könnte die Linke auch 2026 weiter profitieren. Ein "guter Populist" will Jan van Aken bekanntermaßen sein. Entsprechend markig tritt er auf. Genauso die linke Fraktionschefin Heidi Reichinnek, die mit einer Sprechgeschwindigkeit von 275 Wörtern pro Minute deutlich über dem Durchschnitt der Bevölkerung liegt. Die Zuspitzung und die Fokussierung auf prägnante Themen wie Mieten, Preise, Anti-Faschismus, die 2025 für die Linke so erfolgsversprechend waren, gehen also auch 2026 weiter. "Es ist kalt in diesem Land", sagt Reichinnek, und fügt an, sie meine die soziale Kälte. Der Slogan ihrer Partei für 2026 sei "bezahlbares Leben für alle". Heißt: Kostenfreies Essen in Kitas und Schulen, Rückkehr zum 9-Euro-Ticket, gerechte Löhne und gerechte Renten. Schon in der nächsten Woche wird die Linke zwei Anträge in den Bundestag einbringen: "Mieterinnen und Mieter besser schützen - Erste Mietrechtsnovelle sofort umsetzen" und "Das Gesundheitswesen bleibt zivil - Kriegsprävention statt Militarisierung."













