Für mehr Patientenschutz: "Wir müssen das System ändern"
ZDF
Um Patienten zu schützen, fordert der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Stefan Schwartze (SPD), ein bundesweites Ärzte-Register.
Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung Stefan Schwartze (SPD) fordert angesichts von Enthüllungsrecherchen ein bundesweites Ärzte-Register, um Patienten besser zu schützen. Im Oktober 2025 ergab eine gemeinsame Recherche von ZDF, "Spiegel" und OCCRP, dass hunderte Ärzte in Europa ihre Lizenz verloren haben und dass 30 dieser Ärzte in Deutschland trotz schwerer Fehler weiterpraktizieren. Im ZDFheute-Interview erklärt der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Stefan Schwartze (SPD), wie er "das System ändern" will. ZDFheute: Herr Schwartze, Sie haben damals "Entsetzen" bekundet, gesagt Gesetze müssten auf den Prüfstand. Was ist draus geworden? Stefan Schwartze: Wir haben die zuständigen Stellen in den Bundesländern angeschrieben und müssen feststellen, dass das europäische Meldesystem IMI wenig zielgerichtet funktioniert. Die Abläufe sind zu kompliziert und zu wenige haben Zugriff darauf. Wichtig ist, dass wir gemeinsam Qualitätskriterien entwickeln, damit das Register immer auf dem aktuellen Stand ist und eine hohe Zuverlässigkeit hat. Das ist ein ganz wichtiges Instrument, um genau solchen Entwicklungen, wie Sie sie aufgedeckt haben, wirklich etwas entgegensetzen zu können. ... ist am 28. Mai 2025 erneut zum Patientenbeauftragten der Bundesregierung berufen worden. Bereits in der vergangenen Legislatur bekleidete er dieses Amt.













