Experte: Welt an der Schwelle zu nuklearem Rüstungswettlauf
ZDF
Das Ende des "New Start"-Vertrags erhöht das Risiko eines nuklearen Wettrüstens zwischen USA und Russland. Ein Experte ordnet die Folgen ein.
Nach dem Ende des "New Start"-Vertrags wächst die Gefahr eines nuklearen Wettrüstens. Experte Fella warnt vor weniger Berechenbarkeit und einer Rückkehr zur Abschreckungslogik. Der letzte Atomwaffen-Abrüstungsvertrag zwischen den USA und Russland ist ausgelaufen. Und eine Weiterführung des "New Start"-Abkommens mit Beteiligung Chinas ist nicht in Sicht. Tobias Fella vom Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik glaubt, dass es damit auch ein neues nukleares Wettrüsten geben könnte. Im Interview mit ZDFheute live sagte er: Zudem bestehe ein höheres Risiko, dass weitere Nuklearmächte zu den bestehenden hinzukommen, so Fella. Und wenn keine Verträge zur Verifikation von Angaben geschlossen würden, gebe es auch weniger Berechenbarkeit und es könnten "negative Szenarien größer werden, auf die man sich glaubt vorbereiten zu müssen". Der "New Start"-Vertrag begrenzte die Zahl der strategischen Atomsprengköpfe sowie die der Raketen und Startvorrichtungen auf beiden Seiten. Das Abkommen läuft nach mehr als einem halben Jahrhundert aus. Putin hatte die Umsetzung durch Russland 2023 wegen der US-Unterstützung für die Ukraine ausgesetzt. ... ist Politikwissenschaftler und forscht unter anderem zu Rüstungskontrolle sowie zu konventioneller und nuklearer Abschreckung. In Berlin leitet er das trilaterale Forschungs- und Transferprojekt Challenges to Deep Cuts des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg. US-Präsident Donald Trump forderte zuletzt, China in künftige Rüstungskontrollabkommen einzubeziehen. Peking lehnte diese Forderung Washingtons am Donnerstag "zum jetzigen Zeitpunkt" ab.













