Etliche Tote bei Angriff auf Dörfer in Nigeria
ZDF
In Nigeria hat eine Terrorgruppe Dutzende Zivilisten getötet. Zwei Dörfer im Westen des Landes wurden am Dienstagabend angegriffen.
Eine bewaffnete Gruppe hat in Nigeria zwei Dörfer angegriffen. Mehr als 160 Menschen sollen dabei getötet worden sein. Das Land leidet unter einer komplexen Sicherheitskrise. Bewaffnete haben bei einem Angriff auf zwei Dörfer im Westen Nigerias zahlreiche Menschen getötet. Mindestens 162 Menschen kamen am Dienstagabend ums Leben, sagte der Abgeordnete Mohammed Omar Bio. Er vertritt die betroffene Region im Parlament. Die Täter gehörten dem Parlamentarier zufolge zu der Gruppe Lakurawa. Ihr werden Verbindungen zur Terrororganisation Islamischer Staat nachgesagt. Zuvor hatte das Rote Kreuz von vielen Toten im nigerianischen Bundesstaat Kwara berichtet. Seine Organisation habe die Dörfer aber noch nicht erreichen können, weil sie sehr abgelegen seien, sagte Ayodeji Emmanuel Babaomo vom Roten Kreuz in Kwara. Die beiden Dörfer liegen nahe der Grenze zu Benin. Gouverneur Abdul-Rahman Abdul-Razaq erklärte, der Angriff sei ein "feiger Ausdruck der Frustration terroristischer Zellen". Er stehe im Zusammenhang mit verstärkten Anti-Terror-Aktionen in Kwara. Nach Angaben des nigerianischen Militärs hat die Gruppe Lakurawa ihre Wurzeln im nördlichen Nachbarland Niger. Nach einem Militärputsch 2023 wurde sie demnach in den Grenzgemeinden Nigerias aktiv. Bei einem weiteren Angriff im Norden Nigerias wurden mindestens 13 Menschen getötet. Die Angreifer drangen mit "gefährlichen Waffen" in das Dorf Doma im Bundesstaat Katsina ein und begannen zu schießen, teilte Polizeisprecher Abubakar Sadiq Aliyu mit. Die Ermittlungen seien noch im Gange.













