
Eine bittersüße BDSM-Beziehung auf der Überholspur
n-tv
Mit "Pillion" kommt jetzt eine etwas andere Gay Romance in die Kinos. Regisseur Harry Lighton erzählt darin von einer bewusst nicht auf Augenhöhe stattfindenden Beziehung zwischen zwei Männern. In den Hauptrollen überzeugen Harry Melling und Alexander Skarsgård.
Mit "Pillion" kommt jetzt eine etwas andere Gay Romance in die Kinos. Regisseur Harry Lighton erzählt darin von einer bewusst nicht auf Augenhöhe stattfindenden Beziehung zwischen zwei Männern. In den Hauptrollen überzeugen Harry Melling und Alexander Skarsgård.
Dank des Erstarkens rechter Parteien fühlt es sich immer häufiger so an, als würde sich die Gesellschaft zurückentwickeln. Bei einem Drittel der jungen Männer ist laut Umfragen ein traditionelles Rollenverständnis plötzlich wieder en vogue. An ihnen dürfte der Trend der Gay Romance in Kino und Streaming vermutlich vorbeigehen.
Alle, die dagegen mit einem offeneren Verständnis von Liebe und Gleichberechtigung durch die Welt gehen, wissen spätestens seit Filmen wie "Call Me By Your Name" und "All Of Us Strangers" sowie zuletzt der Serie "Heated Rivalry" - die übrigens gerade bei heterosexuellen Frauen sehr beliebt ist - um die besondere Strahlkraft homosexueller Liebesgeschichten. Immerhin sehen sich Queers nicht nur mit den Irrungen und Wirrungen der Liebe konfrontiert, die auch Heterosexuelle kennen. Sie müssen leider auch heute noch so einiges anderes mit sich selbst, ihrem Umfeld und der Gesellschaft verhandeln.
Einen ähnlichen, wenngleich doch völlig anderen Weg schlägt nun der 33-jährige Regisseur Harry Lighton mit seinem ersten Langfilm ein, der bereits bei diversen Filmfestivals das Publikum begeisterte. "Pillion" ist eher eine Dom-Com und basiert auf dem Roman "Box Hill" von Adam Mars-Jones aus dem Jahr 2020. Der Titel heißt ins Deutsche übersetzt Sozius. In der BDSM-Szene allerdings bezeichnet das Wort auch den devoten Part in einer freiwillig nicht auf Augenhöhe praktizierten Beziehung.
Im Zentrum der Geschichte steht der zurückhaltende Colin (Harry Melling), der noch bei seinen Eltern Pete und Peggy (Douglas Hodge und Lesley Sharp) wohnt und bislang über wenig Erfahrungen in Sachen Liebe verfügt. Als er in einer Kneipe am Ort, in der sich regelmäßig auch eine schwule Biker-Gang trifft, zum ersten Mal Ray (Alexander Skarsgård) erblickt, ist er gleich von ihm angetan. Echte Chancen rechnet er sich bei dem großen Kerl in dem engen Motorrad-Lederdress allerdings nicht aus.

Nelly hat ein wunderbares Leben: Ihr Mann sorgt dafür, dass Frau und Kinder es gut haben. Nelly sorgt dafür, dass alles schön sauber ist. Eines Tages zerbricht das Idyll, Abgründe tun sich auf. Hält die Familie das durch? Amelie Fried spricht mit ntv.de über alte Rollenbilder, die nie wieder en vogue sein sollten.












