
Die Schotten sparen radikal: Beim König!
n-tv
Der neue britische Monarch muss damit leben, dass aus dem Norden des Reiches keine Alimente mehr an seine Familie fließen. Nach 257 Jahren hat die Regierung in Edinburgh den Geldhahn zugedreht – trotz bester Beziehungen.
Ausgerechnet Schottland - Scotland of all countries! Das mag sich König Charles denken, seitdem die typische Sparsamkeit der Schotten mit voller Wucht seinen Haushalt trifft. Schon seit fünf Jahren erhalten die Windsors keinen Penny mehr aus Edinburgh, wie Ronan O'Hara, der Vorstandsvorsitzende des "Crown Estate Scotland", gegenüber ntv.de bestätigt. Bereits 59,6 Millionen Pfund habe man gespart und "dem Geldbeutel der schottischen Regierung zur Verfügung gestellt". Also knapp 70 Millionen Euro.
Dabei war die Verbundenheit der Windsors mit Schottland nie größer als heute. Es ist das Resultat der vergangenen Jahrzehnte, in denen nicht nur Prinzgemahl Philip als Herzog von Edinburgh auftrat. Auch Charles trug als Prinz einen schottischen Herzogtitel: The Duke of Rothesay - gesprochen Roth-see. Dazu kleidete er sich gerne für alle sichtbar in den rot-grün karierten Tartan des Clans. Mittlerweile hat Prinz William den Titel geerbt und Charles ist endlich König aller Briten: der Engländer, Waliser, Nordiren - und selbstverständlich der Schotten.
Neben zahllosen offiziellen Auftritten mit und ohne Schottenrock verbringt Charles seit jungen Jahren viel private Zeit in Schottland. Mal sind es ein paar Stunden auf einer Blumenwiese, mal in einem Garten. Und immer wieder (ent-)komme er mit Pinsel und Staffelei auf die unbewohnte Orkney-Insel Stroma, berichten Bewohner an der schottischen Nordküste. Dass er dort schon viel Ruhe und Einkehr gefunden hat, zeigen seine Aquarelle, die im Besuchercafé des Familienschlösschens von Mey ausgestellt sind.
