
Die deutsche Gasversorgung hat sich selbst im schwierigen Winter bewährt
n-tv
In wenigen Wochen sind die deutschen Gasvorräte aufgebraucht - so warnen Speicherbetreiber und Opposition. Sie machen Wirtschaftsministerin Reiche schwere Vorwürfe: Sie habe Warnungen ignoriert. Dabei zeigt ein Blick auf das Gesamtsystem: Die deutsche Gasversorgung funktioniert selbst unter schwierigsten Bedingungen.
In wenigen Wochen sind die deutschen Gasvorräte aufgebraucht - so warnen Speicherbetreiber und Opposition. Sie machen Wirtschaftsministerin Reiche schwere Vorwürfe: Sie habe Warnungen ignoriert. Dabei zeigt ein Blick auf das Gesamtsystem: Die deutsche Gasversorgung funktioniert selbst unter schwierigsten Bedingungen.
Im Bundestag muss sich Katherina Reiche vor einer Woche für die niedrigen Füllstände der deutschen Gasspeicher rechtfertigen. In der Sondersitzung des Wirtschaftsausschusses blockt die Wirtschaftsministerin Kritik ab und wiederholt ihre Zuversicht der vergangenen Wochen: Die deutsche Gasversorgung ist gesichert. Es gebe keine Notwendigkeit für staatliche Eingriffe. Sorgen? Nicht angebracht.
Und sie behält Recht: Die deutsche Gasversorgung hat sich in einem schwierigen Winter bewährt.
Die deutschen Gasvorräte reichen nur noch für sechs Wochen - so lautete Ende Januar die Prognose. Damals lagen die Füllstände bei knapp über 30 Prozent. Die unterirdischen Speicher waren so leer wie seit der Energiekrise nach dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 nicht mehr, und zwar mit großem Abstand. Die gemächliche Befüllung der Gasspeicher im vergangenen Sommer und der ungewöhnlich frostige Jahresstart forderten ihren Tribut: 2024 und 2023 waren die Speicher zum selben Zeitpunkt fast 50 Prozentpunkte voller.
Speziell die Grünen versuchten der Wirtschaftsministerin daraus einen Strick zu drehen: "Die Gasspeicher sind zu früh, zu leer", warnte der Bundestagsabgeordnete Michael Kellner. "Ministerin Reiche hat nur zugeschaut, Warnungen ignoriert. Ihre Wetter-Wette ist nicht aufgegangen." Kellner rief die Menschen sogar zum erneuten Gassparen auf.













