
Der Trump-"Taco" ist zurück
n-tv
Angesichts hoher Ölpreise verlängert Donald Trump sein Ultimatum an den Iran und behauptet, es gebe "gute Gespräche". Die Börsen feiern. Doch Teheran dementiert. Es sieht so aus, als mache Trump einen seiner typischen "Tacos".
Angesichts hoher Ölpreise verlängert Donald Trump sein Ultimatum an den Iran und behauptet, es gebe "gute Gespräche". Die Börsen feiern. Doch Teheran dementiert. Es sieht so aus, als mache Trump einen seiner typischen "Tacos".
Auf Donald Trump sollte man nicht unbedingt verlassen. Doch ein Muster scheint derzeit wiederzukehren: Der US-Präsident setzt harte Drohungen nicht um, wenn es heftigen Gegenwind gibt - vor allem von den Finanzmärkten.
Ein Begriff beschreibt das Phänomen: "Taco". Dieses Akronym wurde von Robert Armstrong, einem Kolumnisten der "Financial Times" erfunden und steht für "Trump always chickens out", auf Deutsch etwa: "Trump knickt immer ein." An den Börsen gibt es deshalb den sogenannten Taco-Trade: Wenn es an den Märkten nach Ankündigungen Trumps abwärts geht, kaufen Investoren. Sie wetten darauf, dass Trump einen Rückzieher macht und die Kurse wieder steigen. Das ist allerdings riskant.
Klassische Taco-Momente waren etwa Trumps Rückzieher bei massiven Zollankündigungen gegen China oder das plötzliche Ende seiner Bestrebungen, Grönland zu übernehmen.
Jüngstes Beispiel: Am Wochenende hatte Trump der iranischen Führung eine Frist von zwei Tagen gesetzt, um die Straße von Hormus wieder zu öffnen - andernfalls würden die Kraftwerke des Landes bombardiert. Der Iran konterte mit der Drohung, in diesem Fall die strategisch wichtige Wasserstraße "vollständig" zu sperren sowie Kraftwerke und Entsalzungsanlagen in benachbarten Golfstaaten anzugreifen. Die Talfahrt an den Börsen beschleunigte sich daraufhin, die Ölpreise kletterten weiter nach oben.













