Berichte über Dutzende Tote nach Protesten im Iran
ZDF
Eskalation im Iran: Hunderttausende protestieren gegen das Regime, das antwortet in Teilen mit Gewalt. Alle aktuellen News im Liveblog.
Bei den anhaltenden Protesten im Iran sollen bisher Dutzende Menschen ums Leben gekommen sein. Die Regierung hat das Internet abgeschaltet. Alle Entwicklungen im Liveblog. Über dieses Thema berichtet das ZDF in verschiedenen Sendungen, zuletzt im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF am 09.01.2026 ab 5:30 Uhr sowie in den heute-Nachrichten am 09.01.2026 ab 19 Uhr. Ayatollah Ali Chamenei, geistliches Oberhaupt des Iran, postet trotz abgeschalteten Internets auf X. Am Freitag schreibt er etwa, der Iran werde vor jenen, die destruktiv sind, nicht zurückweichen und er werde ausländische Söldner nicht dulden. Das Internet ist im Iran seit 24 Stunden abgeschaltet. Das iranische Regime habe mit den Händlern eine weitere Unterstützerbasis verloren, sagt Politkwissenschaftler Ali Fatholla-Nejad. Das könne für die Regierung durchaus gefährlich werden. Das Auswärtige Amt steht nach eigenen Angaben in "engem Austausch" mit der deutschen Botschaft in Teheran. Für deutsche Staatsangehörige gelte bereits "seit geraumer Zeit" eine Reisewarnung für den Iran und eine Aufforderung zur Ausreise, so eine Sprecherin. Deutsche, die sich weiterhin im Iran aufhielten und sich in die Krisenvorsorgeliste Elefand eingetragen hätten, würden "auf vielfältige Art und Weise", unter anderem durch sogenannte Landsleutebriefe, über die Lage im Land informiert. Die Proteste im Iran gehen offenbar weiter: In den Metropolen Teheran und Maschhad komme es am zweiten Tag in Folge zu Straßenprotesten, berichtet die dpa und bezieht sich dabei auf Videos in den sozialen Medien. Unabhängig verifizieren lassen sich die Aufnahmen jedoch derzeit nicht, wie die dpa schreibt. Auch das genaue Ausmaß der Demonstrationen sei unklar. Wegen der landesweiten Internetsperre dringen nur wenige Aufnahmen nach außen. Seit mehr als 24 Stunden ist die Bevölkerung vom Rest der Welt abgeschnitten. Der Zentralrat der Juden in Deutschland fordert die Bundesregierung auf, klar Stellung für die Demonstranten im Iran zu beziehen. "Deutschland muss in dieser historischen Stunde unbedingt seine diplomatische Zurückhaltung ablegen", sagt Zentralratspräsident Josef Schuster der "Bild"-Zeitung. "Das Signal aus deutscher Politik und Zivilgesellschaft muss lauten: Die Zeit ist gekommen", sagt Schuster weiter. "Das Mullah-Regime muss jetzt fallen."













