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Wall Street setzt fest auf Zinssenkung

Wall Street setzt fest auf Zinssenkung

n-tv
Tuesday, December 17, 2024 07:02:52 AM UTC

In Erwartung weiter sinkender Zinsen bleibt die Stimmung an der Wall Street zum Wochenstart überwiegend freundlich. Während Kryptowährungen weiterhin obenauf sind, schwächelt der Dow den achten Handelstag in Folge.

Die Weihnachtsrally an der Wall Street hat zu Beginn der Woche Fahrt aufgenommen - vor allem bei den als besonders zinsempfindlich geltenden technologielastigen Nasdaq-Indizes. Sie gewannen mit der Aussicht weiter sinkende Zinsen bis zu 1,5 Prozent und erreichten neue Rekordhochs. Der S&P-500 kam immerhin um 0,4 Prozent voran. Der mit 30 Aktien eng gefasste Dow-Jones-Index hinkte erneut hinterher, er gab um 0,3 Prozent nach auf 43.717 Punkte und verzeichnete damit den achten Handelstag in Folge ein Minus. Vor allem die Abschläge von 4,2 Prozent beim Schwergewicht Unitedhealth zogen den Dow nach unten. Nach ersten Angaben gab es an der Nyse 1.068 (Freitag: 873 Kursgewinner und 1.738 (1.931) -verlierer. Unverändert schlossen erneut 51 Titel.

Bei der am Mittwoch anstehenden Zinsentscheidung der US-Notenbank rechnet der Markt fest mit einer Leitzinssenkung um 25 Basispunkte auf die Spanne von 4,25 bis 4,50 Prozent. Für die Zeit danach dürfte das Zinssenkungstempo dann aber gedrosselt werden. Das hatte die US-Notenbank vor dem Hintergrund der starken US-Konjunktur wiederholt signalisiert. Vor diesem Hintergrund waren die Marktzinsen zuletzt auch gestiegen - trotz der bevorstehenden Zinssenkung. Neue Konjunkturdaten störten die Zinserwartung nicht mehr, nachdem in der Vorwoche mit den Inflationsdaten für Dezember der mutmaßlich letzte Stolperstein aus dem Weg geräumt wurde. Der Empire State Manufacturing Index für Dezember fiel deutlicher als erwartet, dafür fielen die Einkaufsmanagerindizes für Industrie und Dienstleistungssektor besser als prognostiziert aus. Allerdings verharrte der Index für die Industrie im Dezember im Schrumpfungsbereich.

Beim Dollar tat sich wenig, er tendierte seitwärts, der Euro kostete zuletzt 1,0510 Dollar. Die Devisenexperten der ING sehen die US-Devise angesichts der jüngsten Zinssenkungen in der Eurozone, der Schweiz und in Kanada nach unten als gut abgesichert, zumal zugleich der Ausblick für die US-Konjunktur solide sei. Es gebe somit wenig Anlass für die US-Notenbank, "taubenhaft zu überraschen". Der Bitcoin markierte neue Rekordhochs, jenseits der Marke von 106.000 Dollar. Zum Freitag war das ein Plus von rund 3 Prozent. Wie oft zu beobachten, ging die Kauflaune für Technologietitel am Aktienmarkt einher mit mehr Risikobereitschaft beim Bitcoin und anderen Kryptowährungen. Der Goldpreis tendierte ebenso seitwärts, die Ölpreise gaben um rund 1 Prozent nach. Am Ölmarkt war von Gewinnmitnahmen die Rede.

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