
Unternehmen suchen Azubis am falschen Ort
n-tv
Firmen schalten ihre Stellenanzeigen zunehmend online. Einer Studie zufolge passen sie sich allerdings dem Medienverhalten potenzieller Auszubildender nicht an und suchen in den falschen Kanälen. Auch zeigt sich, dass ein Schulabschluss an Bedeutung verliert.
Von einem Stimmungshoch auf dem Ausbildungsmarkt kann keine Rede sein: Einer Umfrage unter 14- bis 25-Jährigen zufolge beklagt jeder Vierte, es gebe nicht genug Ausbildungsplätze in Deutschland. Ein Grund dafür, dass Betriebe und potenzielle Auszubildende nicht zueinanderfinden, dürfte die mangelnde Werbung für freie Stellen auf den richtigen sozialen Kanälen sein. Das ergab die gemeinsame repräsentative Jugend- und Unternehmensbefragung der Bertelsmann Stiftung und des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).
Demnach sind sich junge Menschen und Betriebe grundsätzlich einig, dass die Ausbildungsplatzsuche online stattfindet. Am meisten nutzen beide die Online-Stellenanzeigen, gefolgt von der Vermittlung über die Bundesagentur für Arbeit. Für die Studie befragte das Institut Iconkids & Youth im Auftrag der Bertelsmann Stiftung mehr als 1.700 junge Menschen zwischen 14 und 25 Jahren im Februar und März. Das IW befragte dann im Zeitraum von März bis Mai die Personalverantwortlichen von 895 Unternehmen.
