
Trumps neue Zölle belasten die Wall Street
n-tv
Die US-Aktienmärkte starten mit deutlichen Verlusten in die Woche. Das leidige Thema Zölle ist nicht vom Tisch, nachdem Trump neue Einfuhrabgaben angeordnet hat. Zudem wächst die Angst vor Verwerfungen, die KI in vielen Branchen auslösen könnte.
Die US-Aktienmärkte starten mit deutlichen Verlusten in die Woche. Das leidige Thema Zölle ist nicht vom Tisch, nachdem Trump neue Einfuhrabgaben angeordnet hat. Zudem wächst die Angst vor Verwerfungen, die KI in vielen Branchen auslösen könnte.
Neue Zoll-Unsicherheiten und Angst vor Verwerfungen durch Künstliche Intelligenz (KI) haben zum Wochenstart die US-Aktienmärkte belastet. Der Dow-Jones-Index fiel um 1,7 Prozent auf 48.804 Punkte. Der S&P-500 schloss 1 Prozent niedriger, und der Nasdaq-Composite büßte 1,1 Prozent ein.
Nachdem der Oberste Gerichtshof der USA am Freitag die globalen Zölle von US-Präsident Donald Trump für unrechtmäßig erklärt hatte, verhängte Trump im Anschluss neue Zölle. Er beruft sich nun auf Abschnitt 122 des Handelsgesetzes von 1974 und erhebt einen globalen Basiszoll von 15 Prozent, der zunächst 150 Tage eingesetzt werden kann, um außenwirtschaftliche Ungleichgewichte zu korrigieren.
"Das fügt der Zollgeschichte eine neue Ebene der Unsicherheit hinzu. Wenn die Zoll-Politik diesen Weg weitergeht, könnten wir Ende des Jahres durchaus wieder vor dem Obersten Gerichtshof stehen", sagte Michael Landsberg, Chief Investment Officer bei Landsberg Bennett Private Wealth Management. Volkswirte der Deutschen Bank wiesen darauf hin, dass der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer am Sonntag zu verstehen gegeben habe, dass bereits vereinbarte Handelsabkommen in Kraft bleiben und nicht dem neuen höheren Zollsatz unterliegen würden.
Daneben nährte ein Analystenkommentar die Angst vor den disruptiven Einflüssen der KI. Citrini Research hatte am Wochenende ein hypothetisches Szenario veröffentlicht, in dem KI die Wirtschaft in naher Zukunft negativ beeinflusst. Die Analysten nannten darin zahlreiche Unternehmen verschiedenster Branchen, deren Geschäftsmodell sie bedroht sehen. Die dazugehörigen Aktien gerieten am Montag unter Druck, darunter die von Softwareunternehmen wie Applovin (-9,1%) oder Intuit (-5,5%), aber auch der Kreditkartengesellschaften American Express (-7,2%), Mastercard (-5,7%) und Visa (-4,6%) sowie des Essenlieferdiensts Doordash (-6,6%). IBM belasteten den Dow Jones mit einem Minus von 13,1 Prozent.

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