Trump-Spender übernimmt Kontrolle über deutsche Öllager
ZDF
Ein US-Ölkonzern hat die Kontrolle über Öllager und bedeutsame Fernleitungen in Deutschland übernommen. Dahinter steht Trump-Unterstützer Warren.
Ein US-Ölkonzern hat die Kontrolle über Öllager und militärisch bedeutsame Fernleitungen in Deutschland übernommen. Dahinter steckt Trump-Unterstützer und Milliardär Kelcy Warren. Deutschlands größter Tanklagerbetreiber wurde von einem US-Ölkonzern gekauft. Seit nun einer Woche kontrolliert das US-Unternehmen Sunoco LP den führenden deutschen Tanklagerbetreiber Tanquid. Die Investition war abhängig von der Zustimmung der Bundesregierung - denn mit der Übernahme gehören nun rund ein Fünftel der deutschen Tanklagerkapazitäten und mehr als tausend Kilometer Pipelines dem Konzern mit Hauptsitz in Philadelphia. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) genehmigte den Deal - "unter Auflagen" -, wie ZDF und "Spiegel" aus dem Bundeswirtschaftsministerium (BWM) erfuhren. Sunoco gehört mehrheitlich dem Milliardär Kelcy Warren - einem Großspender von Trumps Wahlkampagnen. US-Präsident Donald Trump machte 2017 nur wenige Tage nach Amtsantritt den Weg für Warrens umstrittenes Pipelineprojekt Dakota Access frei. Nach dem Vollzug der Übernahme von Tanquid kontrolliert Kelcy Warren nun auch einen erheblichen Teil der deutschen Infrastruktur. Das US-Ölunternehmen Sunoco einigte sich mit Tanquid bereits im März 2025, wie aus Konzernberichten an die US-Börsenaufsichtsbehörde hervorgeht. Demnach kaufte Sunoco das deutsche Unternehmen für rund 500 Millionen Euro und übernahm damit auch Schulden von rund 300 Millionen Euro. Teil des Deals: 49 Prozent eines Unternehmens, das strategisch wichtige Fernleitungen betreibt, wechseln in US-Besitz. Die liefern unter anderem Kerosin an deutsche Militärflugplätze, etwa nach Büchel, wo amerikanische Atomwaffen lagern. Jacopo Maria Pepe von der Stiftung Wissenschaft und Politik sagt:













