
Präsident des Weltwirtschaftsforums in Davos tritt nach Epstein-Untersuchung zurück
n-tv
Mit der Veröffentlichung von Millionen Epstein-Akten werden auch Kontakte des Weltwirtschaftsforum-Chefs Brende zum verurteilten Sexualstraftäter bekannt. Jetzt zieht der Norweger Konsequenzen daraus. In Davos muss man einen Nachfolger suchen.
Mit der Veröffentlichung von Millionen Epstein-Akten werden auch Kontakte des Weltwirtschaftsforum-Chefs Brende zum verurteilten Sexualstraftäter bekannt. Jetzt zieht der Norweger Konsequenzen daraus. In Davos muss man einen Nachfolger suchen.
Der Präsident des Weltwirtschaftsforums in Davos (WEF), Børge Brende, tritt von seinem Amt zurück. Er begründete den Schritt in einer Mitteilung damit, dass das Forum seine Arbeit ohne Ablenkungen fortsetzen solle. Brende blicke auf achteinhalb lohnende Jahre zurück, erklärte der frühere norwegische Außenminister. In einer zweiten Mitteilung erklärten die Co-Vorsitzenden des Stiftungsrats, André Hoffmann und Larry Fink, sie akzeptierten die Entscheidung Brendes.
Dem Rücktritt ging eine unabhängige Untersuchung zu den Kontakten Brendes zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein durch externe Anwälte voraus. Diese sei nun abgeschlossen und habe keine weiteren Bedenken über das bereits Bekannte hinaus ergeben, hieß es in der Mitteilung weiter. Einer Offenlegung des US-Justizministeriums zufolge hatte der Norweger drei Geschäftsessen mit Epstein und kommunizierte auch per E-Mail und SMS mit dem US-Millionär.
Roche-Vizepräsident Hoffmann und Blackrock-Chef Fink dankten Brende für seine Führung während einer wichtigen Reformphase und das erfolgreiche Jahrestreffen in Davos. Zum Interimspräsidenten wurde der gegenwärtige Managing Director des WEF, Alois Zwinggi, ernannt. Der Stiftungsrat werde nun die Suche nach einer dauerhaften Nachfolge einleiten.
Quelle: ntv.de, mpa/rts













