Bewährungsstrafen für Cybermobber von Brigitte Macron
ZDF
Bewährungsstrafen und Sensibilisierungskurse: Ein Gericht hat zehn Angeklagte wegen Cybermobbings gegen die französische First Lady verurteilt.
Bis zu acht Monate auf Bewährung und Sensibilisierungskurse: Ein Gericht hat zehn Angeklagte wegen Cybermobbings gegen die französische First Lady Brigitte Macron verurteilt. "Böswillig, herabwürdigend und beleidigend", so bezeichnete der vorsitzende Richter des Pariser Strafgerichts die Äußerungen, mit denen die zehn Verurteilten Brigitte Macron bezeichnet hatten, bei seiner Urteilsverkündung am Montagmorgen. Die acht Männer und zwei Frauen wurden des Cybermobbings schuldig gesprochen und zu Haftstrafen von sechs bis acht Monaten auf Bewährung sowie zu befristeten Onlinesperren verurteilt. Ein Angeklagter, der nicht zum Prozess erschienen war, wurde zu einer Strafe von sechs Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt. Auch ein Sensibilisierungskurs für den respektvollen Umgang mit Menschen im digitalen Raum ist vorgesehen. Bereits seit der Präsidentschaftswahl 2017 hatte sich die Behauptung verbreitet, Brigitte Macron sei als Mann geboren. Ab 2021 nahmen die Behauptungen zu, die Verurteilten verbreiteten sie auf sozialen Netzwerken. Macron hatte im August 2024 Anzeige erstattet. Zuletzt äußerte sie sich im französischen Fernsehen am Vorabend der Urteilsverkündung: Man rühre ihre Abstammung nicht an, ergänzte sie. Bei ihrer Verteidigung beriefen sich die Angeklagten auf die stolze französische Tradition der freien Meinungsäußerung: "In unserer französischen DNA ist, schon seit Voltaire, eine Liebe zur Satire, und wir haben uns immer über Mächtige lustig gemacht, schon zu Königszeiten oder im Theater oder der Presse", erklärte der Verurteilte Aurélien Poirson-Altan beim Prozess Ende Oktober. Gegen ihn sprach das Gericht die höchste Strafe aus: acht Monate auf Bewährung.












