
MV startet Werbekampagne für Industrie-Ansiedlungen
n-tv
In keinem anderen Bundesland ist die Industrie so schwach ausgeprägt wie in Mecklenburg-Vorpommern. Die Landesregierung sieht daher weiteren Handlungsbedarf. Ob es nützt?
Schwerin (dpa/mv) - Nach vergeblichen Versuchen, internationale Großinvestoren nach Mecklenburg-Vorpommern zu locken, startet das Land nun eine umfassende Werbekampagne für Firmenansiedlungen. Unter der Überschrift "Wachstum liegt in unserer Natur" soll der Nordosten national und international als moderner Wirtschaftsstandort präsentiert werden. "Mit der neuen Kampagne zeigen wir: MV ist ein Industrieland mit Zukunft", erklärte Wirtschaftsminister Wolfgang Blank (parteilos) anlässlich des Kampagnenstarts in Schwerin.
Nach seinen Angaben bietet kaum eine andere Region so viele verfügbare Industrieflächen, die sofort genutzt werden können. Wenn Firmenerweiterungen oder ein Neustart aus Platzgründen anderswo scheitere, biete Mecklenburg-Vorpommern die Alternative und mit seinen Ostsee-Häfen Zugang zu allen wichtigen Märkten. Als Standortvorteil wird zudem der Ausbau der erneuerbaren Energien angeführt, der insbesondere für energieintensive Branchen interessant sei. Blank verspricht sich von der Gewinnung neuer Investoren im In- und Ausland Impulse für die heimische Wirtschaft und neue, gut bezahlte Arbeitsplätze.
Die Landesregierung hatte mit Wirtschaftskammern und Verbänden das industriepolitische Konzept "Industrieland Mecklenburg-Vorpommern 2030", entwickelt, das bislang aber nur wenig Wirkung entfaltete. Die millionenschwere Werkserweiterung durch den Schweizer Medizintechnik-Konzern Ypsomed am Standort Schwerin gilt als Vorzeigeprojekt.
