
Nach jahrelangem Streit: Schwarzbau-Häuser werden abgerissen
n-tv
Die Bagger rollen: Drei als Schwarzbauten errichtete Einfamilienhäuser in Wolfratshausen dürfen nicht stehen bleiben. Warum die Entscheidung trotz Wohnungsnot so fiel.
Die Bagger rollen: Drei als Schwarzbauten errichtete Einfamilienhäuser in Wolfratshausen dürfen nicht stehen bleiben. Warum die Entscheidung trotz Wohnungsnot so fiel.
Wolfratshausen (dpa/lby) - Im jahrelangen Streit um Schwarzbauten in Wolfratshausen hat das wahrscheinlich letzte Kapitel begonnen. Die drei Häuser am Isarspitz im Stadtteil Weidach werden abgerissen. Die Mediengruppe "Münchner Merkur/tz" hatte zuerst darüber berichtet.
Der Giebel zu hoch, das Gelände teils aufgeschüttet, Garagen statt Carports - und Terrassen an anderer Stelle als genehmigt: Die Behörden hatten bei den im Grünen gelegenen Häusern eine ganze Reihe von Bausünden geltend gemacht.
Bis zum 1. Mai müssen die Bauten verschwunden sein - diese Frist hatte das Landratsamt Bad Tölz-/Wolfratshausen nach Urteilen im vergangenen Jahr festgelegt. Für den Fall, dass die Häuser Anfang Mai noch stehen, würden Zwangsgelder fällig, je Wohnhaus 200.000 Euro, insgesamt für alle errichteten Bauten 722.000 Euro.
Das wird wohl nicht mehr geschehen. Denn der Abriss ist in vollem Gange: Vor den Häusern stehen Minibagger und Container. Dachziegel sind an einem Dach abgedeckt, Fensterrahmen und Türstöcke sind herausgerissen - seit wenigen Tagen laufen laut Zeitung die Arbeiten.













