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Die EU unterzeichnet ein Freihandelsabkommen mit Australien. Für Europa ist das ein Schritt in die richtige Richtung - dem aber weitere folgen müssen.
Die EU unterzeichnet ein Freihandelsabkommen mit Australien. Für Europa ist das ein Schritt in die richtige Richtung - dem aber weitere folgen müssen.
Ein rauer Wind weht auf der Welt, so hat es Kanzler Friedrich Merz zuletzt öfter beschrieben. Ukraine, Iran, dann die US-Zölle, die auf ihre Weise besonders schwer wiegen. Denn sie sind ein feindlicher Akt eines Landes, das zu den engsten Verbündeten Europas zählte. Spätestens seit Trumps zweiter Amtszeit läuft für Deutschland und die EU daher das Projekt: Neue Freunde finden.
Konkret bedeutet das: Neue Handelspartner zu finden, um den Schlag ins Kontor durch die US-Verluste abzumildern, die vor allem Deutschland treffen. Das ist mühsame Kleinarbeit in kleinen Schritten. Aber anders geht's halt nicht. Den einen großen Partner, an den die Europäer sich anlehnen können gibt es nicht mehr - und der kommt wohl auch nicht mehr zurück.
Genau deswegen ist der Abschluss eines Freihandelsabkommen der EU mit Australien eine gute Nachricht. Es gibt zwar kaum Länder, die geographisch weiter entfernt liegen. Aber kulturell und politisch rückt man näher zusammen. Auch die Australier standen den USA immer sehr nahe und auch dort gibt es viel Entfremdung über Trumps Gebaren.
Engere Bande mit Australien zu knüpfen, entspricht genau der Linie, die der kanadische Premier Mark Carney auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos ausrief. Die mittelgroßen Länder, so wie Kanada, Deutschland, Australien sollen sich zusammentun und mehr Handel treiben, enger zusammenarbeiten. Carney fand viel Beachtung für seine Rede. Es gelang ihm, die Stimmung dieser neuen Zeit auf den Punkt zu bringen.













