
Häusliche Gewalt in MV auf Höchststand
n-tv
Laut polizeilicher Kriminalstatistik wurden 2025 weniger Straftaten erfasst – doch bei häuslicher Gewalt und sexuellen Übergriffen stiegen die Fallzahlen deutlich.
Laut polizeilicher Kriminalstatistik wurden 2025 weniger Straftaten erfasst – doch bei häuslicher Gewalt und sexuellen Übergriffen stiegen die Fallzahlen deutlich.
Schwerin (dpa/mv) - Die Polizei hat im vergangenen Jahr so viele Fälle häuslicher Gewalt in Mecklenburg-Vorpommern registriert wie noch nie seit 1990. Wie das Innenministerium mitteilte, wurden 5.204 Fälle in der polizeilichen Kriminalstatistik erfasst. Im Vorjahr seien es 5.005 Fälle gewesen.
In zwei von drei Fällen habe es sich um Körperverletzung gehandelt. Zudem habe es neun Tötungsdelikte gegeben, in vier Fällen starben Menschen. Die Aufklärungsquote lag demnach bei 99,7 Prozent.
Innenminister Christian Pegel nannte die Zahlen alarmierend und warb für einen besseren Schutz der Betroffenen, etwa durch die Einführung der elektronischen Fußfessel für Intensivtäter häuslicher Gewalt. "Wenn sich ein Täter trotz Verbot annähert, muss das Opfer sofort gewarnt werden können", sagte der SPD.
Insgesamt ist die Zahl der Straftaten laut Kriminalstatistik 2025 weiter gesunken, von 108.544 auf 103.901 erfasste Fälle. Die Aufklärungsquote lag demnach bei mehr als 63 Prozent und damit das zweite Jahr in Folge über der 62-Prozent-Marke sowie deutlich über dem Bundesdurchschnitt. MV werde insgesamt sicherer, in einzelnen Bereichen gebe es aber Herausforderungen, so das Ministerium.













