
Grün-Schwarz, die Dritte: Wie schnell werden sie sich einig?
n-tv
Grüne und CDU loten in Stuttgart ihre Zukunft aus - einmal wieder, muss man sagen. Was für eine schnelle Einigung spricht. Und was dagegen.
Grüne und CDU loten in Stuttgart ihre Zukunft aus - einmal wieder, muss man sagen. Was für eine schnelle Einigung spricht. Und was dagegen.
Stuttgart (dpa/lsw) - Es ist soweit: Grüne und CDU sprechen offiziell über die Bildung einer neuen Landesregierung. Am Dienstag verhandelten die beiden Parteien in der Stuttgarter Innenstadt - und gaben sich nach außen schweigsam. "Wir haben vereinbart, dass wir uns nicht öffentlich äußern", sagte Wahlsieger Cem Özdemir (Grüne).
Grüne und CDU haben Erfahrung mit solchen Gesprächen. Und trotzdem ist diesmal alles anders. Werden sich die Verhandler schnell einig?
Die Ausgangslage wirkt vertraut: In Baden-Württemberg regieren Grüne und CDU bereits seit zehn Jahren zusammen - und das recht geräuschlos. Auch wenn Grünen-Wahlsieger Cem Özdemir und CDU-Chef Manuel Hagel noch eine tiefere Vertrauensbasis schaffen müssen, das Gros der Protagonisten kennt sich persönlich. Beide Seiten kennen Abläufe, Konfliktlinien und Befindlichkeiten. Im Verhandlerteam der CDU ist auch Landesinnenminister Thomas Strobl, der als Brückenbauer zu den Grünen gilt.
Und: Die Nachwahl-Wut in der CDU scheint abgeflacht zu sein. Die Gespräche zwischen Özdemir und ihm hätten "eine Basis geschaffen, auf der gemeinsames Vertrauen für die Zukunft wachsen kann", verkündete Hagel. Das Atmosphärische sei die größte Hürde gewesen, meint Politikwissenschaftler Frank Brettschneider. "Das Schwerste ist schon erledigt." Grüne und CDU haben sich Vertraulichkeit zugesichert - auch als Maßnahme der Vertrauensbildung. Das eiserne Schweigen beider Seiten zeugt von Ernsthaftigkeit.













