
Lauterbach nennt bei Miosga SPD-Klatsche in Rheinland-Pfalz "Fiasko"
ProSieben
Erstmals seit 35 Jahren wird die SPD in Rheinland-Pfalz nicht regieren. Karl Lauterbachs Wahlanalyse wird bei Caren Miosga in der Luft zerpflückt.
In Rheinland-Pfalz ist das angekündigte Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPD und CDU bei den Landtagswahlen am Sonntag ausgeblieben: Während die CDU zulegte, krachte die SPD ein. Die AfD erzielte dagegen ihr bestes Wahlergebnis in einem westdeutschen Bundesland. Besonders bei der SPD haben die Blauen Wähler geholt, ausgerechnet bei Arbeitnehmern, der eigentlichen Kernklientel der Sozialdemokraten. "Das ist ein katastrophaler Befund, denn es ist immer unsere Kernkompetenz gewesen, Arbeitnehmer zu vertreten", gab Karl Lauterbach bei "Caren Miosga" zu. Über den Zustand seiner Partei wolle er nichts sagen, sparte sich Lauterbach zunächst Generalkritik, nannte ebenjenen später dann aber doch "schlecht". Eine Personaldebatte, wie sie SPD-Chef Lars Klingbeil am Wahlabend angekündigt hatte, lehnte er jedoch ab. Stattdessen forderte der einstige Gesundheitsminister nach dem "Fiasko" in Rheinland-Pfalz konkrete Fortschritte in der Politik ein: schnellere Facharzttermine für Kassenpatienten, niedrigere Pflegekosten, höheres BAFÖG, bessere Bildungsmöglichkeiten auch für "die unteren Schichten" und Bürokratieabbau. "Wir müssen konkret glaubwürdig werden durch die Reformen, die wir machen", zeigte sich Lauterbach überzeugt.













