
Kämpfer ist neuer Landeschef – SPD muss Antworten finden
n-tv
Ulf Kämpfer übernimmt den Vorsitz der Nord-SPD und setzt sich ehrgeizige Ziele: Nach seiner Zeit als Oberbürgermeister in Kiel will er nicht nur Schleswig-Holsteins Sozialdemokraten leiten.
Ulf Kämpfer übernimmt den Vorsitz der Nord-SPD und setzt sich ehrgeizige Ziele: Nach seiner Zeit als Oberbürgermeister in Kiel will er nicht nur Schleswig-Holsteins Sozialdemokraten leiten.
Büdelsdorf (dpa/lno) - Schleswig-Holsteins Sozialdemokraten haben den Kieler Oberbürgermeister Ulf Kämpfer zum Landesvorsitzenden gewählt. "Ich will ein Schleswig-Holstein, in dem jeder Jugendliche einen Schulabschluss macht, in dem niemand obdachlos ist, in dem jeder gut bezahlte Arbeit findet und in dem jeder in Würde alt werden kann", sagte Kämpfer in seiner Bewerbungsrede. Dies müsse in einem so einem wohlhabenden Land wie Deutschland eine Selbstverständlichkeit sein.
Beim außerordentlichen Landesparteitag in Büdelsdorf (Kreis Rendsburg-Eckernförde) entfielen auf den 53-Jährigen 93,9 Prozent der Stimmen. Insgesamt konnten 212 Delegierte ihre Stimmen abgeben. Kämpfer nahm die Wahl dankend an. Als seine Stellvertreterin wurde Christina Schubert gewählt. Kämpfers Amtszeit als Bürgermeister der Landeshauptstadt dauert noch bis April.
Kämpfer tritt die Nachfolge der seit 2019 amtierenden Landesvorsitzenden Serpil Midyatli an. "Wir werden mit unseren Vorschlägen, die wir gemeinsam mit Ulf Kämpfer erarbeiten, das Land ein Stück weit gerechter machen", sagte sie in ihrer Rede. Der schwarz-grünen Landesregierung warf sie hingegen einen Mangel an sozialer Ausrichtung vor.
Die 50-jährige Midyatli hatte im November angekündigt, als Landesvorsitzende zurückzutreten, nachdem sie die Wahl zur Spitzenkandidatin für die Landtagswahl 2027 gegen Kämpfer verloren hatte. Sie schlug Kämpfer als ihren Nachfolger vor.













