
Iranischer Politiker empört mit Aussagen zu getöteten Frauen
n-tv
Bei den Protesten gegen das Regime im Iran kommen Tausende Zivilisten ums Leben. Laut einer Studentenvereinigung sollen noch 50 Frauen in einer Leichenhalle liegen, die Spuren von Gewalt zeigen. Ein Politiker und die Rechtsmedizin widersprechen.
Bei den Protesten gegen das Regime im Iran kommen Tausende Zivilisten ums Leben. Laut einer Studentenvereinigung sollen noch 50 Frauen in einer Leichenhalle liegen, die Spuren von Gewalt zeigen. Ein Politiker und die Rechtsmedizin widersprechen.
Im Iran haben einen Monat nach der brutalen Repression gegen Proteste Äußerungen eines Politikers für Wirbel gesorgt. Mohammed Seradsch, Mitglied der Sozialkommission des Parlaments, äußerte sich zu einem Bericht einer Studierendenvereinigung über 50 weiterhin nicht identifizierte Frauenleichen in der Hauptstadt Teheran: "Weder ist jemand gekommen, um nach ihnen zu suchen, noch hatten sie Ausweisdokumente bei sich", sagte der Abgeordnete der Nachrichtenagentur Ilna.
Die Organisation für Rechtsmedizin dementierte den Bericht, wie der staatlich kontrollierte Rundfunk meldete. "Alle bei den Ereignissen (...) ums Leben gekommenen Frauen wurden identifiziert und den Angehörigen übergeben", hieß es.
Die Studierendenvereinigung der Soziologie an der renommierten Tarbiat-Modarres-Universität in Teheran hatte vor gut einer Woche über eine Leichenhalle am südlichen Rand der Hauptstadt berichtet. "Wer waren diese fünfzig Frauen, die bis heute im Leichenschauhaus der Stadt Teheran verblieben sind?", fragen die Autoren auf Telegram. "Eine Frau hatte ihre Zähne stark zusammengebissen, und ihr ganzes Gesicht war von Blut überströmt. Angst und Wut waren weiterhin in ihrem Gesicht zu sehen", hieß es.
Die iranische Rechtsmedizin teilte laut dem Rundfunk mit, ihr sei kein Besuch der Studierendenvereinigung in der besagten Leichenhalle bekannt.













