
"In Menschen stecken wahnsinnig viele Geschichten"
n-tv
Am Ende ihres mehrjährigen China-Aufenthaltes reist Marcel Grzanna mit seiner damaligen Frau und den gemeinsamen Kindern quer durch Asien. In 96 Tagen besuchen sie sieben Länder und treffen immer wieder faszinierende Menschen. Die intensiven Begegnungen hinterlassen Spuren. Inzwischen ist daraus das Buch "Lebenslinien" entstanden.
ntv.de: Vor einigen Jahren seid ihr drei Monate durch Asien gereist, mit damals noch kleinen Kindern, wie anstrengend war das?
Marcel Grzanna: Ich glaube, es ist ein bisschen wie beim Kinderkriegen. Frauen erzählen immer davon, dass sie wahnsinnig Schmerzen haben. Und ein halbes Jahr später erinnern sie sich nicht mehr daran. Es war auf der Reise sicher beschwerlich, gerade mit dem ganzen Gepäck. Du musst halt ständig auf Sendung sein, wenn du so viel Zeugs hast und dann noch zwei relativ kleine Kinder dabei. Insofern ist das anstrengend. Aber es war nicht zwingend Stress. Du stellst irgendwann fest, wie entspannend das ist, weil du wirklich mit nichts anderem beschäftigt bist als nur mit dieser Reise. Ich war so weit weg von der anderen Realität meines Lebens. Das hat wahnsinnig gutgetan.
Da kann man sich vorstellen, wie jemand einfach immer weiterreist. Ging es dir auch so?

Judith Hoersch ist Schauspielerin. Mit "Niemands Töchter" ist ihr ein Hit gelungen. Und das, obwohl sie zwischen Bayern und Berlin pendelt, eine kleine Tochter hat und sehr viel arbeitet. Hoersch spielt die Hebamme "Lena Lorenz" in einer erfolgreichen Serie, in der es ums Kinderkriegen und -haben geht. Genau wie in ihrem ersten Roman.












