
DGB-Landeschef will Tariftreuegesetz von der Staatsregierung
n-tv
CDU, CSU und SPD wollen im Bund ein Tariftreuegesetz einführen. In Bayern lehnt die CSU das seit vielen Jahren ab. Der bayerische DGB verlangt einen christsozialen Kurswechsel.
Würzburg (dpa/lby) - Zum Tag der Arbeit fordert der bayerische DGB-Landesvorsitzende Bernhard Stiedl ein Tariftreuegesetz im Freistaat. Die Staatsregierung solle öffentliche Aufträge nur noch an Unternehmen vergeben, die Tariflöhne zahlten.
Stiedl verwies auf die Berliner Koalitionsvereinbarung von Union und SPD, in der die künftigen Regierungsparteien eine Tariftreueregelung für den Bund vereinbart haben. "Was sich Schwarz-Rot im Koalitionsvertrag bei den Themen Tariftreue und Investitionen auf die Fahnen geschrieben hat, muss jetzt auch in Bayern ankommen", heißt es in einer Mitteilung des DGB.
Die CSU hat die Einführung eines Tariftreuegesetzes in Bayern im Laufe der Jahre mehrfach abgelehnt. Stiedl forderte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auf, diesen Widerstand nunmehr aufzugeben. "Wer es aber in Berlinunterschreibt, muss jetzt auch in Bayern liefern", sagte Stiedl.
