
BASF versilbert Tausende Werkswohnungen
n-tv
Der Chemieriese BASF kämpft seit mehreren Jahren mit der weltweit schwächeren Konjunktur. Am Stammsitz in Ludwigshafen hat der Dax-Konzern bereits den Rotstift gezückt. Nun macht das Unternehmen zum Entsetzen der Gewerkschaft auch einen Teil seiner Werkswohnungen zu Geld.
Der Chemieriese BASF kämpft seit mehreren Jahren mit der weltweit schwächeren Konjunktur. Am Stammsitz in Ludwigshafen hat der Dax-Konzern bereits den Rotstift gezückt. Nun macht das Unternehmen zum Entsetzen der Gewerkschaft auch einen Teil seiner Werkswohnungen zu Geld.
Der Chemiekonzern BASF will sich angesichts der Branchenkrise von einem Großteil seiner Werkswohnungen trennen und erntet dafür heftige Kritik von der Gewerkschaft IGBCE. Insgesamt sollen 4.400 Wohneinheiten veräußert werden, wie das Unternehmen in Ludwigshafen mitteilte. Konkret geht es um 1.100 Eigentumswohnungen, die an verschiedene einzelne Käufer veräußert, sowie 3.300 Wohnungen, die als Gesamtpaket inklusive Gebäude an einen Kaufinteressenten verkauft werden sollen.
Die Gewerkschaft warf dem Konzern vor, sich von seinen Werten zu verabschieden und langjährige Mitarbeiter zu verunsichern.
BASF begründete den Schritt mit dem schwierigen Marktumfeld. Das erfordere einen hohen Fokus auf das Kerngeschäft, erklärte der Leiter der Europäischen Verbundstandorte, Helmut Winterling. Insbesondere im Stammwerk Ludwigshafen kämpft BASF seit Jahren mit hohen Energiekosten und einem weltweiten Überangebot an Basischemikalien. Dort fiel allein 2024 ein operativer Verlust von rund einer Milliarde Euro an. Die Bilanz für das vergangene Jahr wird am Freitag veröffentlicht.
Die Veräußerung der Wohnungen sei eine "schwierige, aber notwendige Entscheidung", die helfe, die Bilanz zu stärken, sagte Winterling. Eine Sozialcharta solle die Rechte der Mieter sichern, unter anderem durch ein lebenslanges Mietrecht für über 70-Jährige und einen zehnjährigen Kündigungsschutz bei Eigenbedarf. Der Verkauf soll bis zum ersten Quartal 2027 abgeschlossen sein. Ein Teil des Wohnungsbestands in der Nähe des Stammwerks soll im Eigentum von BASF bleiben. Die zum Verkauf stehenden Einheiten verteilen sich dem Unternehmen zufolge mehrheitlich über das Stadtgebiet von Ludwigshafen, Frankenthal, Limburgerhof, Mannheim und Maxdorf.

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