
Zweieinhalb Milliarden Euro versinken im Fischerdorf
n-tv
Manchester City und Atlético Madrid mussten schon dran glauben, ebenso Vorjahresfinalist Inter Mailand. Doch was ist das Champions-League-Geheimnis des Zwergenklubs FK Bodø/Glimt? Unter anderem ein Trainerstab-Mitglied, das kaum Ahnung von Fußball hat.
Manchester City und Atlético Madrid mussten schon dran glauben, ebenso Vorjahresfinalist Inter Mailand. Doch was ist das Champions-League-Geheimnis des Zwergenklubs FK Bodø/Glimt? Unter anderem ein Trainerstab-Mitglied, das kaum Ahnung von Fußball hat.
Der FK Bodø/Glimt räumt im Fußball derzeit alles aus dem Weg, was ihnen vor die Füße läuft. Und das trägt bisweilen sehr große Schuhe, Pardon, Namen: Manchester City, Atlético Madrid oder Inter Mailand. Die rund 50.000 Einwohner große Fischerstadt Bodø im Norden Norwegens ist der Favoritenschreck in Fußball-Europa. Mit seinem Verein, der im Jahre 1916 als "Fotballklubben Glimt" seinen Ursprung hatte. "Glimt" bedeutet übersetzt "Blitz". Der Name wurde aber nicht etwa wegen der knallgelben Vereinsfarben ausgesucht. Nein, er sollte Schnelligkeit und Energie ausstrahlen.
Genau mit diesen Werten spielt sich der heutige FK Bodø/Glimt in Europas Fußballherzen. Egal welches Spitzenteam 2026 die Reise ins etwa 80 Kilometer nördlich vom Polarkreis liegende Bodø antrat: Allesamt wurden sie vom "Blitz" erschlagen. Gut zweieinhalb Milliarden Euro an Kadermarktwert – kombiniert aus Manchester City, Atlético und Inter – bissen sich die Zähne am norwegischen Favoritenschreck aus. Bodø/Glimt kommt zusammen auf einen Kaderwert von etwas über 57 Millionen Euro – und damit rund sechs Millionen Euro weniger als der Tabellenletzte der Bundesliga, der 1. FC Heidenheim.
Anders als Heidenheim in diesem Jahr liefert das Team von Cheftrainer Kjetil Knutsen fußballerisch konstant ab – und das gegen Europas Fußball-Giganten. Bodø/Glimt spielt nicht den klassischen Außenseiterfußball, in dem man sich eher unansehnlich hinten reinstellt. Ganz im Gegenteil: Die Norweger pressen extrem früh – egal, welcher Gigant ihnen gegenübersteht. Nach Ballgewinn kombinieren sie sich dann rasend nach vorne und suchen schnellstmöglich den Abschluss. Besonders das Offensivtrio im 4-3-3 System sticht dabei heraus: Der Ex-Frankfurter Jens Petter Hauge (sechs Tore, eine Vorlage) auf Links, Mittelstürmer Kasper Høgh (vier Tore, drei Vorlagen) und Rechtsaußen Ole Blomberg (ein Tor, vier Vorlagen) scheinen perfekt aufeinander abgestimmt zu sein.
Neben den schnörkellosen Offensiv-Kombinationen stechen die Norweger vor allem durch ihre hohe Laufleistung heraus: Mit 123,1 abgespulten Kilometern pro Spiel sind sie das Maß aller Dinge. Fünf Kilometer Vorsprung auf den zweiten Rang sind eine Menge. Zugegeben: Anders als beim Rest ruht die norwegische Liga noch. Das letzte Ligaspiel fand am 30. November 2025 statt – ein 5:0-Sieg gegen den Fredrikstadt FK. Sie können also deutlich ausgeruhter in die Partien gehen. Umso beeindruckender ist es auf der anderen Seite, wie eingespielt sie dennoch auftreten.

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