Zehn versteckte Botschaften beim "Benito Bowl"
ZDF
Bad Bunny setzt bei der Super-Bowl-Show politische und kulturelle Zeichen. Der Auftritt feiert Puerto Rico und sorgt für Diskussionen in den USA.
Donald Trump tobte, Millionen jubelten: Beim Super Bowl in den USA hat der Künstler Bad Bunny vor allem seine puertoricanische Heimat gefeiert. Und viele Botschaften gesendet. Mit seinem Auftritt bei der Halbzeitshow des Super Bowls der amerikanischen Footballliga NFL hat Bad Bunny Geschichte geschrieben. Denn der Reggaeton-Superstar sang nicht nur auf Spanisch - er brachte eine bunte Show voller Anspielungen, Symbole und Botschaften zu seiner Heimat Puerto Rico auf die Bühne. Mit dem fast 14-minütigen Spektakel machte er eine Liebeserklärung an den karibischen Inselstaat. Viele sprechen deshalb nur noch vom "Benito Bowl" - angelehnt an Bad Bunnys bürgerlichen Namen Benito Antonio Martínez Ocasio. Welche Botschaften versteckte Bad Bunny in seiner Show? Ein Überblick: Kulisse für die spektakuläre Show waren Zuckerrohrfelder - eine Anspielung auf die Wirtschafts- und Kolonialgeschichte Puerto Ricos. Zur Zeit der Übernahme durch die USA Ende des 19. Jahrhunderts war sie die wichtigste Exportpflanze des Landes. Obwohl die Insel sich in den 1950er-Jahren von einer Agrargesellschaft zu einer stärker industrialisierten Wirtschaft entwickelte, sind die "jíbaros in pavas" (Farmer in traditionellen Strohhüten) noch immer aktiv - und ikonisch. Auch Bad Bunny nutzt die "pavas" bei seinen Auftritten immer wieder als Symbol für seine Wurzeln und die Arbeiterklasse Puerto Ricos. Bad Bunny trug bei seinem Auftritt ein komplett weißes Outfit - so wie die "jíbaros", die sich damit gegen die Hitze schützen. Es gibt aber auch ein Sprichwort in Lateinamerika: "Está vestido de punta en blanco" - was wörtlich "ganz in Weiß gekleidet", im übertragenen Sinn aber "gut gekleidet" bedeutet.













