Warum Timothée Chalamet kein Oscar-Favorit mehr ist
ZDF
Timothée Chalamet galt als Favorit für den Oscar. Haben die Kritik an seinen Aussagen und neue Wettquoten Einfluss auf seine Gewinn-Chancen?
Timothée Chalamet galt als Oscar-Favorit, bis er sich mit seinem "Opern-Diss" in kürzester Zeit unbeliebt machte. Aber: Das ist noch nicht alles, was gegen seinen Gewinn spricht. Er galt als absoluter Favorit auf den Oscar. Doch zuletzt sind seine Chancen auf den Goldjungen gesunken. Mit einem abfälligen Kommentar zu Oper und Ballett hat Timothée Chalamet (30) gezeigt, wie man sich in kürzester Zeit unbeliebt machen kann. Aber das ist nicht der einzige Grund, warum er bei der 98. Verleihung der Oscars am morgigen Sonntag leer ausgehen könnte. Wahrscheinlich hatte er sich gar nichts dabei gedacht, als er Ende Februar in einem Podiumsgespräch mit Matthew McConaughey sagte, er wolle nicht in den Bereichen Ballett, Oper oder dergleichen arbeiten, wo man Dinge am Leben erhalte, die niemanden mehr interessieren. Sein Nachsatz, er respektiere die Menschen, die im Ballett und in der Oper tätig seien, konnte in Anbetracht dieser Herabwürdigung keinen Schaden mehr begrenzen. Seit etwa einer Woche bekommt Chalamet nun die Wut der Kulturwelt zu spüren. Es tobt ein Shitstorm gegen ihn. "Wir würden Ihnen Freikarten anbieten, aber die Vorstellungen sind ausverkauft," konterte die Los Angeles Opera, um nur ein Beispiel der aufgebrachten Kunstwelt zu nennen. Das Ansehen des Schauspielers ist beschädigt. Chalamets Hochmut-Anfall dürfte die Oscarverleihung aber nur marginal beeinflussen, da die Abstimmung vom 26. Februar bis 5. März stattfand und der richtige Shitstorm erst danach Fahrt aufnahm. Die diesjährige Nominierung als bester Hauptdarsteller für seine Darbietung des "Marty Supreme" ist bereits Chalamets dritte Nominierung. 2018 war er für seine Rolle in "Call me by your name" nominiert.













