Microsoft eröffnet KI-Rechenzentren in Braunkohleregion
ZDF
Inmitten von NRWs Braunkohleregion baut US-Tech-Gigant Microsoft drei riesige Rechenzentren. Schafft das Rheinische Revier so den Strukturwandel?
Inmitten von NRWs Braunkohleregion baut der US-Tech-Gigant Microsoft drei riesige Rechenzentren. Schafft das Rheinische Revier so den Strukturwandel? Den Anblick von Baggern ist man gewohnt im Rheinischen Braunkohlerevier - von gigantischen Baggern, die Bäume, Äcker und ganze Dörfer abtragen, um an die darunterliegende Braunkohle zu kommen. Jahrzehntelang haben sie die Menschen hier ernährt, am Rand der Speckgürtel von Düsseldorf und Köln. Doch in wenigen Jahren ist damit Schluss. Können die Bagger, die nun über eine Baustelle bei Bergheim rollen, etwas ähnliches erschaffen? Eine ganze Region am Leben halten? Mitten in diesem Revier errichtet Microsoft nun nämlich drei riesige Rechenzentren, sogenannte Hyperscaler, die gigantische Datenmengen verarbeiten können, wie man sie etwa für KI-Anwendungen benötigt. Die Hoffnung: dass sich damit weitere innovative Unternehmen hier in der Gegend ansiedeln - und in der Folge neue Arbeitsplätze entstehen. Den ersten Hyperscaler baut Microsoft bei Bergheim. Blickt man nach Westen, sieht man die Ränder des Tagebaus Hambach. Am Horizont im Osten prangen die Kühltürme des Kraftwerks Niederaußem. Dass sich Microsoft diese Gegend ausgesucht hat, hängt genau damit zusammen: mit der vorhandenen Strom-Infrastruktur. Stromleitungen durchziehen die Landschaft, riesige Strommengen werden die Rechenzentren künftig benötigen. Und sie hat mit etwas zu tun, das man nicht sieht: Der zentralen Datenleitung zwischen Frankfurt und Amsterdam, einer der wichtigsten Internet-Verbindungen Europas. Wie geschaffen ist die Gegend also, um die Hyperscaler ans Netz anzuschließen. Und die Bereitschaft von Kommunen und Land, Microsoft hier einen goldenen Teppich auszurollen, ist hoch.













