Wie Fast-Food-Ketten ihr System perfektioniert haben
ZDF
Wie gelingt es Fast-Food-Ketten, mit einheitlichen Produkten neue Trends zu bedienen? Was ein näherer Blick auf McDonald's, KFC und Co. verrät.
Wie gelingt es Fast-Food-Ketten wie McDonald's und Co., einheitliche Produkte anzubieten und neue Trends zu bedienen? Was vier Beispiele über ein ausgeklügeltes System verraten. Ein Blick auf den McWrap verdeutlicht, wie das Prinzip von Fast-Food-Ketten funktioniert. In der Werbung von McDonald's wird die Variante mit paniertem Hähnchen als leichte Alternative zum Chicken-Burger inszeniert - mit frischen Zutaten und zeitgemäßem Image. Tatsächlich handelt es sich jedoch weniger um eine echte Neuentwicklung als um eine geschickte Neukombination bereits vorhandener Komponenten. Das verwendete Hähnchen-Patty entspricht dem aus dem McChicken Classic. Der wesentliche Unterschied: Statt eines Burgerbrötchens kommt ein dünner Tortillafladen zum Einsatz. So wirkt der Wrap auf manche Kunden eventuell wie eine leichtere Alternative - obwohl sein Kaloriengehalt den eines Burgers teilweise sogar übertrifft. "Diese neue Produktentwicklung ist eigentlich keine Produktentwicklung, sondern eine systemische Weiterentwicklung", erklärt Handelsexpertin Julia Butz. Auch bei den Beilagen zeigt sich die Effizienz und Standardisierung der Systemgastronomie. Das Kartoffelpüree von Kentucky Fried Chicken (KFC) wirkt wie klassische Hausmannskost, basiert jedoch auf industriell hergestellten Kartoffelflocken, die lediglich mit heißem Wasser angerührt werden. Frische Kartoffeln würden deutlich mehr Aufwand in Zubereitung und Logistik verursachen. Instant-Produkte hingegen lassen sich schnell und in gleichbleibender Qualität in großen Mengen herstellen. Zusatzstoffe wie Emulgatoren, Bindemittel oder Säuerungsmittel sorgen dafür, dass Konsistenz und Geschmack unabhängig vom Standort nahezu identisch bleiben. Auch die Bratensoße entsteht aus einer standardisierten Pulvermischung.













